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Bischof Gerhard Feige erinnerte in Grußwort an gemeinsame Verantwortung der Christen

Bartholomaios I. feiert Gottesdienst in Stuttgart

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Der ökumenische Patriarch Bartholomaios I. von Konstantinopel
Stuttgart - Bartholomaios I. ist das Ehrenoberhaupt der Orthodoxie. In Stuttgart feierte der Patriarch heute einen ökumenischen Gottesdienst, doch der Anlass für seinen Deutschlandbesuch ist ein anderer.

Der ökumenische Patriarch Bartholomaios I. hat am ersten Tag seines Deutschlandbesuchs an einem feierlichen orthodoxen Gottesdienst teilgenommen. In der evangelischen Stuttgarter Stiftskirche rief das Ehrenoberhaupt aller Orthodoxen weltweit die christlichen Kirchen in der Bundesrepublik zum stärkeren Miteinander auf. Das gemeinsame christliche Zeugnis sei gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig.

Zugleich würdigte Bartholomaios I. das Gedenken an die Reformation. Martin Luther habe welthistorische Veränderungen bewirkt. Der Patriarch äußerte die Hoffnung, dass aus der Erinnerung viele geistliche Früchte erwüchsen. Zugleich dankte er den beiden großen Kirchen für Freundschaft, Hilfe und Solidarität gegenüber den in der Bundesrepublik lebenden orthodoxen Christen.

Gerhard Feige ist seit 2005 Bischof von Magdeburg. In der Deutschen Bischofskonferenz ist er seit 2012 Vorsitzender der Ökumenekommission.

Der Vorsitzende des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, dankte Bartholomaios I. ebenso wie der württembergische Landesbischof Frank Otfried July für die Bereitschaft zum offenen Dialog. Eingeladen hatten Bartholomaios I. die EKD und die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung.

Beim anschließenden Empfang im Stuttgarter Alten Schloss sprach auch der innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz für Ökumene zuständige Magdeburger Bischof Gerhard Feige. Er unterstrich, dass die Menschen in jüngster Zeit erfahren müssten, dass dort, wo Dialog verweigert werde und Ausgrenzung herrsche, das Zusammenleben in Freiheit und Frieden bedroht sei. Die Christen hätten die gemeinsame Verantwortung, "gegen alle Fundamentalismen und Nationalismen für einen offenen Dialog zu werben und uns aktiv in diesen Dialog einzubringen". (KNA)

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