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Offenbar aus Protest gegen Verschärfung von Abtreibungsgesetz in Polen

Berliner Open-Air-Schau über Papst Johannes Paul II. beschmiert

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Papst Johannes Paul II.
Berlin - Eine Ausstellung über Papst Johannes Paul II. in Berlin ist das Opfer von Vandalismus geworden. Auch die benachbarte Nuntiatur ist betroffen. Hintergrund sind offenbar die Proteste gegen die Verschärfung des polnischen Abtreibungsgesetzes.

Die Proteste gegen die Verschärfung des polnischen Abtreibungsgesetzes haben offenbar bis Berlin Wellen geschlagen. Eine Open-Air-Ausstellung über Papst Johannes Paul II. bei der Neuköllner Sankt-Johannes-Basilika wurde mit roter Farbe beschmiert, wie die benachbarte Apostolische Nuntiatur am Mittwoch auf Anfrage bestätigte. Dabei wurde an einem Mauerpfeiler der Papst-Botschaft ebenfalls in roter Farbe ein Blitz aufgesprüht, der als Symbol der Proteste in dem Nachbarland gilt.

Die Basilika ist die zentrale Gottesdienststätte der in Berlin lebenden Polen. Die Tafel-Ausstellung am Zaun des Geländes präsentiert den aus Polen stammenden früheren Papst als "Mann des Dialogs" mit verschiedenen gesellschaftlichen Spitzenvertretern und Gruppen. Nach Angaben der Nuntiatur hatte die Polizei die Schmierereien zuerst entdeckt und sie als Fall von Sachbeschädigung aufgenommen.

Polens Verfassungsgericht hatte im Oktober entschieden, dass Schwangerschaftsabbrüche auch bei einer schweren Fehlbildung des Fötus unzulässig sind. Damit sind Abtreibungen künftig nur noch legal, wenn die Gesundheit der Schwangeren in Gefahr ist oder die Schwangerschaft das Ergebnis einer Straftat ist. Das Urteil löste in Polen eine große Protestwelle aus. Die Proteste richteten sich auch gegen die katholische Kirche, die für den Richterspruch mitverantwortlich gemacht wurde. Bischöfe hatten ein totales Abtreibungsverbot gefordert und das Urteil gelobt. (tmg/KNA)

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