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Pastoralreise zu Katholiken in der Ukraine

Bischof Fürst: Tief beeindruckt von den Menschen in der Ukraine

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Gebhard Fürst im Gespräch mit einem Journalisten
Rottenburg - Der Rottenburg-Stuttgarter Bischof, Gebhard Fürst, hat Katholiken in der Ukraine besucht. Sein Bistum unterstützt seit fast 30 Jahren verschiedene Projekte im Land. Die Begegnung mit den Gläubigen hat den Bischof besonders beeindruckt.

Der Bischof von Rottenburg Stuttgart, Gebhard Fürst, hat seine zehntägigen Pastoralreise in die Ukraine beendet. Dort habe er den gesellschaftlichen Wandel, aber auch die Spannungen zwischen den Kirchen erlebt, sagte er am Dienstag in Rottenburg. Fürst hatte sieben Diözesen der griechisch-katholischen und römisch-katholischen Kirche besucht. Neben der Westukraine machte er auch Station in Kiew und der Hafenstadt Odessa.

Fürst zeigte sich beeindruckt von den Gläubigen vor Ort: "Überrascht hat mich die innere Dynamik der Menschen und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft trotz der schwierigen Verhältnisse im Land." Zusammen mit der Delegation besuchte er verschiedene Förderprojekte wie Priesterseminare, Kindergärten und die Mission für Seeleute. In den vergangenen 27 Jahren waren die Projekte in der Ukraine mit fast 5,6 Millionen Euro aus Rottenburg-Stuttgart gefördert worden. Das Geld floss in 666 Einzelprojekte.

Die orthodoxe Kirche dominiert den Großteil der Ukraine. Der Anteil der Gläubigen der griechisch-katholischen Kirche liegt landesweit bei acht Prozent, der der römisch-katholischen nur bei zwei Prozent. Der Westen der Ukraine, der früher zum Habsburgerreich gehörte, ist aber bis heute katholisch geprägt. Hier spielt die griechisch-katholische Kirche eine größere Rolle. Sie ist mit Rom uniert, feiert die Liturgie aber nach byzantinischem Ritus. Insbesondere in der Region um Lviv/Lemberg, der früheren Hauptstadt der habsburgischen Provinz Galizien, gibt es die meisten römisch-katholischen Christen. (cst)

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