"Das Leid ist unerträglich"
Deutschland trage eine Mitverantwortung für Menschenrechtsverletzungen. Es gilt als viertgrößter Waffenexporteur der Welt. "Mit den Lieferungen an die kurdischen Peschmerga hat die Bundesregierung Waffen, deren Endverbleib letztlich nicht zu kontrollieren ist, in die Hände halbstaatlicher Kräfte geliefert und damit ein Tabu gebrochen", kritisierte Spiegel.
Weitere Hilfslieferungen ermöglichen
Notwendig seien weiterhin diplomatisches Engagement und politischer Druck auf die Konfliktparteien, erklärte Misereor. "Das Leid der Zivilbevölkerung in den umkämpften Gebieten ist seit langem unerträglich", mahnte Spiegel. Die Sicherheitslage müsse verbessert werden, um weitere Hilfslieferungen zu ermöglichen. Auch die Situation in den Flüchtlingslagern sei "zum Teil menschenunwürdig".
Misereor kündigte an, in der Region weiterhin einen Förderschwerpunkt auf Bildung zu legen. Auch die Arbeit mit traumatisierten Menschen bleibe zentral. Seit Beginn des Konflikts 2011 hat das Hilfswerk in der Region nach eigenen Angaben 64 Projekt mit fast 14 Millionen Euro unterstützt, darunter Projekte in Syrien, im Irak, Jordanien und Libanon. (KNA)