Deutsche Bischöfe besuchen Yad Vashem
Katholische und evangelische Bischöfe und Geistliche aus Deutschland haben am Donnerstag die Gedenkstätte Yad Vashem besucht. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, legten gemeinsam einen Kranz nieder und entfachten die Ewige Flamme. Zuvor hatte die Delegation das Holocaust-Museum besichtigt.
Verbrechen, die nie wieder geschehen dürfen
"An keiner anderen Stätte sind wir so sprachlos wie hier", sagte der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode in seiner Ansprache in der Gedenkstätte. "Und doch können wir gerade hier nicht schweigen über die Verbrechen, damit sie nie wieder geschehen." Nie wieder dürften Namen getilgt werden. "Bitten wir Gott, dass hier der Wille zu einem gerechten Frieden wachse."
Die Gedenkstätte Yad Vashem (hebräisch für "Denkmal und Name") erinnert an die von den Nationalsozialisten ermordeten Juden. Sie wurde nach einem Beschluss des israelischen Parlaments von 1953 eingerichtet. Juden und Nichtjuden gedenken in der am Westrand Jerusalems gelegenen Anlage der rund sechs Millionen Toten der Schoah. Durchschnittlich kommen pro Tag 3.000 Besucher.
Gottesdienst in der Grabeskirche
Am Donnerstagmorgen hatten die Teilnehmer der gemeinsamen Pilgerfahrt deutscher evangelischer und katholischer Bischöfe ins Heilige Land einen Gottesdienst in der Jerusalemer Grabeskirche gefeiert. (KNA)