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Dahin ging das Geld der Bistümer, Hilfswerke und Missionsorden

Deutschland: 602 Millionen Euro für Weltkirche-Projekte

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Drei Kinder sitzen auf dem Boden, eines löffelt Brei aus einer Schüssel.
Bonn - Mit Spenden, Kollekten und Kirchensteuern werden weltweit pastorale und soziale Projekte unterstützt. Wohin das Geld der Bistümer, Hilfswerke und Missionsorden 2017 floss, zeigt der aktuelle Jahresbericht.

Die Bistümer, Hilfswerke und Missionsorden in Deutschland haben im Jahr 2017 pastorale und soziale Projekte weltweit mit 602 Millionen Euro gefördert. Das geht aus dem "Jahresbericht Weltkirche" für das Jahr 2017 hervor, den die "Konferenz Weltkirche", der Zusammenschluss der international tätigen katholischen Einrichtungen in Deutschland, veröffentlichte. Wie die Deutsche Bischofskonferenz am Dienstag in Bonn weiter mitteilte, wurde das Ergebnis des Vorjahres um zwei Millionen Euro übertroffen.

Das meiste Geld floss in Projekte in Afrika (181 Millionen Euro), gefolgt von Lateinamerika (153 Millionen) und Asien (135 Millionen). 55 Millionen Euro kamen aus den deutschen Bistümern, 71 Millionen Euro von den Orden und 475 Millionen Euro von den katholischen Hilfswerken. Außerdem waren im Februar 2018 genau 1.796 deutsche Missionskräfte weltweit im Einsatz. Davon gehören 1.527 einer Ordensgemeinschaft an. Hinzu kommen 155 Fidei-Donum-Priester sowie 114 Laienmissionare.

Religionsfreiheit als inhaltlicher Schwerpunkt

Die Einnahmen von Bistümern, Hilfswerken und Orden setzen sich laut der Mitteilung vor allem aus Spenden und Kollekten, Kirchensteuern und staatlichen zweckgebundenen Zuwendungen zusammen. Nicht erfassen ließen sich das weltkirchliche Engagement vieler Pfarrgemeinden, katholischer Verbände und Schulen, das die Projektarbeit der großen weltkirchlichen Akteure mit Initiativen zugunsten lokaler Partner in aller Welt ergänze.

Inhaltlicher Schwerpunkt des Jahresberichts ist die weltweite Situation der Religionsfreiheit. Er präsentiert Beispiele aus Vietnam, dem Irak und Europa; sie zeigen, auf welche Weise das individuelle Recht des Menschen auf Religionsfreiheit verletzt und instrumentalisiert oder tendenziell in ein Schutzrecht für eine bestimmte Religion umgedeutet wird. "Dort, wo die Religionsfreiheit eingeschränkt wird, werden auch andere Menschenrechte wie Meinungsfreiheit und Versammlungsfreiheit beschnitten", so die Bischofskonferenz. Das Engagement der katholischen Kirche für Religionsfreiheit sei deswegen immer zugleich auch ein Einsatz für den Schutz der Menschenrechte. (bod/KNA)

Jahresbericht Weltkirche 2017

Die "Konferenz Weltkirche", der Zusammenschluss der international tätigen katholischen Einrichtungen in Deutschland, hat ihren "Jahresbericht Weltkirche" für das Jahr 2017 veröffentlicht.

Der Jahresbericht
Jahrestagung: Weltkirche und Mission

Anfang Juni widmete sich die Jahrestagung Weltkirche und Mission dem Thema "Religionsfreiheit: Ein umkämpftes Menschenrecht". Alles Wichtige dazu finden Sie auf unserem Partner-Portal der "Konferenz Weltkirche".

Zur Seite: weltkirche.katholisch.de
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