Suche
Kurienkardinal Kurt Koch erhält Communio-Preis

Einsatz zur Verständigung der Religionen

Dieser Inhalt ist nur erlaubt, wenn Sie Cookies vom Typ "readspeaker" zulassen.

Schwerte - Der Ökumene-Chef des Vatikan, Kardinal Kurt Koch, hat den Communio-Preis 2016 für Dialog, Verständigung und Versöhnung erhalten. Bei der Verleihung in Schwerte wurde Kochs Einsatz für Religionsfreiheit gelobt.

Mit dem Preis werde sein herausragendes Engagement zur Verständigung zwischen den Kirchen und religiösen Gemeinschaften geehrt, hieß es. Zudem erhielt Koch die Auszeichnung für seinen Einsatz zur Überwindung konfessioneller Spaltungen. Preiswürdig sei auch seine Darstellung der Verantwortung von Religion in der Gesellschaft sowie sein Bemühen um Aussöhnung mit dem Judentum.

"Religionen müssen Teil der Lösung der Probleme sein"

Der emeritierte Erzbischof von Rotterdam und frühere Präsident der EU-Kommission (COMECE) Adrianus van Luyn hob in seiner Laudatio hervor, dass Koch sich für das Recht auf Religionsfreiheit einsetze. Jede Form von Zwang oder Gewalt aufgrund von Glaubensauffassungen lehne er als "Missbrauch der Religion" ab. Für den Kardinal stehe der friedensstiftende Auftrag der Religionen im Vordergrund. "Sie dürfen kein Teil des Problems sein, sondern müssen Teil der Lösung der Probleme sein", so van Luyn.

Koch, der seit 2010 "Ökumeneminister des Papstes" ist, wurde 1950 in Emmenbrücke im schweizerischen Kanton Luzern geboren. Von 1989 an war er Professor für Dogmatik und Liturgiewissenschaft an der Hochschule Luzern, bevor er 1996 Bischof von Basel wurde. Zwischen 2007 und 2009 stand er der Schweizer Bischofskonferenz vor.

Der Communio-Preis wurde erstmals 2014 vergeben. Die Gesellschaft zur Förderung der Katholischen Akademie sowie der Verein Campus-Weggemeinschaft stiften die Auszeichnung alle zwei Jahre. Erster Preisträger war der langjährige Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages, Ruprecht Polenz (CDU). (KNA)

Linktipp: "Ein sehr starkes Zeichen"

Der vatikanische Ökumene-Chef Kardinal Koch hat in diesen Wochen einen dicht gefüllten Kalender. Im Interview mit katholisch.de spricht er über aktuelle Erwartungen und Herausforderungen in der Ökumene.

Zum Artikel
kna-katholisch-swarm-node1 (0.012s)