Facebook verbietet Monsignore-Titel
Pope, den Angaben zufolge seit zehn Jahren Träger des päpstlichen Ehrentitels und seit sechs Jahren Mitglied bei Facebook, äußerte sich auf Twitter indigniert über die Forderung, den "Monsignor" durch ein Ausweisdokument zu belegen. "Ich werde nichts dergleichen tun", erklärte er unter dem Nutzernamen "@MsgrPope".
Facebook-Manager Chris Cox hatte 2014 in Bezug auf Geschlechtsidentitäten geschrieben, auf Facebook könnten alle Personen "den authentischen Namen benutzen, den sie auch im wirklichen Leben benutzen". Pope betonte gegenüber Fox News, er werde im Alltag üblicherweise als "Monsignor" angesprochen. Der vom Sender befragte Facebook-Sprecher gab jedoch an, die Regeln zur Verwendung von Titeln stünden nicht zur Disposition.
Profil ohne Titel wieder freigeschaltet
Das zwischenzeitlich gesperrte Profil Popes wurde unterdessen wieder freigeschaltet, allerdings ohne Titel. Der Geistliche warf Facebook laut Fox News Arroganz und Machtmissbrauch vor. Inzwischen legte er ein neues Profil in dem katholischen Sozialen Netzwerk Awestruck an - als "Msgr. Charles Pope".
"Monsignore" ist die übliche Anrede für katholische Geistliche mit der rangniedrigsten päpstlichen Ehrung; sie lautet "Kaplan Seiner Heiligkeit". Diese Auszeichnung wurde bislang aufgrund unterschiedlicher Verdienste vergeben und beinhaltet unter anderem das Recht, eine violette Schärpe zur schwarzen Soutane zu tragen. Papst Franziskus schränkte die Ernennung zum Monsignore zuletzt auf verdiente Priester ab dem 65. Lebensjahr ein. (KNA)