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Sichtbare religiöse Symbole seien "nicht vorgesehen"

Fernsehmoderatorin trug Kette mit Kreuz – Sender spricht Verbot aus

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Eine Frau hält eine Kette mit einem Kreuzanhänger in der Hand.
Zürich - Kürzlich trug die Moderatorin des Schweizer Nachrichtenmagazins "10vor10" während der Sendung eine Kette mit einem kleinen Kreuzanhänger. Das hat der zuständige Sender jetzt untersagt. Sichtbare religiöse Symbole seien "nicht vorgesehen".

Das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) hat der Journalistin Wasiliki Goutziomitros untersagt, bei Moderationen im SRF-Fernsehen eine Kette mit einem kleinen Kreuzanhänger zu tragen. "Sichtbare religiöse Symbole sind bei Moderatorinnen und Moderatoren von Nachrichtensendungen bei SRF nicht vorgesehen", teilte der Sender, der selbst nicht von einem "Verbot" sprechen wollte, am Donnerstag gegenüber dem Schweizer Internetportal nau.ch mit. Laut dem Portal berief sich das Medienunternehmen zur Begründung auf seine publizistischen Leitlinien, in denen es unter anderem heißt: "Informationssendungen sind sachlich und analytisch. SRF-Mitarbeitende wahren Distanz zu allen Ideologien und Interessengruppen."

Goutziomitros moderiert seit dem vergangenem Jahr das SRF-Nachrichtenmagazin "10vor10". Während einer Sendung hatte sie kürzlich für die Zuschauer sichtbar eine Halskette mit einem kleinen Kreuzanhänger getragen. Am Freitagnachmittag äußerte sich die 45-Jährige bei Twitter selbst zu dem Vorfall: Für sie sei das "Minikreuz" kein religiöses Symbol, sondern ein lieb gewonnenes Familienerbstück. Seit Jahren begleite es sie durch den Alltag. "Eigentlich lege ich es am TV ab, in der Hitze des Gefechts ist es diesmal untergegangen", so Goutziomitros wörtlich.

Der Schweizer Parlamentsabgeordnete und ehemalige Pfarrer Marc Jost (EVP) hatte den Sender zuvor kritisiert. "Aufgrund eines Schmuckstücks kann man der Moderatorin keinen Vorwurf machen, zu wenig Distanz zu einer Ideologie zu haben. Ich würde diesbezüglich mehr Toleranz von SRF erwarten, solange die Inhalte und Kommentare unabhängig bleiben", so Jost gegenüber nau.ch. Er frage sich, wer sich in der heutigen Zeit an einem Symbol störe, das für Liebe, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit stehe und sogar das Schweizer Landeswappen ziere. (stz)

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