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"Wir werden es zu Ende bringen"

Franziskus unterstützt Journalisten gegen umstrittene Laiengruppe

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Papst Franziskus schaut zur Seite
Ima - Der Vatikan geht weiter gegen die umstrittene peruanische Laiengemeinschaft "Sodalicio" vor. Nun hat Papst Franziskus Journalisten und den Sonderermittlern in dem Fall seine volle Unterstützung zugesagt.

Papst Franziskus hat den Journalisten, die über die Skandale um die peruanische Laienbewegung "Sodalitium Christianae Vitae" berichtet haben, seine "unerschütterliche Unterstützung" zugesagt. Nach einem Bericht des Internetportals "Crux" verteidigte er auch die beiden von ihm eingesetzten Sonderermittler des Vatikans, den maltesischen Erzbischof Charles Scicluna und den spanischen Mitarbeiter des Glaubensdikasteriums, Jordi Bertomeu, die sich intensiv mit dem Fall der umstrittenen Laiengruppe und ihres Gründers Luis Fernando Figari befasst hatten.

"Sie können dieses Treffen nutzen, um öffentlich zu sagen, dass ich die Sondermission voll und ganz unterstütze", sagte das Kirchenoberhaupt. Er fügte hinzu, dass er die beiden der Bewegung nahestehenden Laien, Giuliana Caccia und Sebastian Blanco, nicht unterstütze. Diese hatten nach einem Treffen mit dem Pontifex Ende November erklärt, ihre zivil- und kirchenrechtlichen Klagen gegen den Vatikan-Ermittler Bertomeu seien mit Unterstützung des Papstes erhoben worden. Dabei ging es um die Frage, ob Bertomeu vertrauliche Informationen über die Ermittlungen an die Medien weitergegeben hatte, weshalb sie ihn vor einem weltlichen Gericht wegen angeblichen Vertrauensbruchs verklagen wollten. Franziskus drohte ihnen mit der Exkommunikation. Dieser Strafe könnten sie nur entgehen, wenn sie die Klage zurückzögen und weitere Bedingungen erfüllten. Medienberichten zufolge soll das Exkommunikationsdekret nach dem Treffen mit dem Papst jedoch aufgehoben worden sein. Dem widersprach das Kirchenoberhaupt jedoch.

"Wir werden es zu Ende bringen"

Bei der Privataudienz informierten die drei Journalisten, Pedro Salinas, Paola Ugaz und Elise Ann Allen, den Papst über die neuesten Erkenntnisse zu den anhaltenden Vorwürfen des Missbrauchs und finanziellen Fehlverhaltens. In diesem Zusammenhang versprach Franziskus, den Fall abzuschließen. "Wir müssen das gut zu Ende bringen", sagte er und erklärte: "Jetzt werde ich mit den Leuten sprechen, mit denen ich sprechen muss."

Figari war bereits 2017 vom Vatikan wegen zahlreicher Missbrauchsvorwürfe sanktioniert, aber erst im August dieses Jahres aus der Laienbewegung, die auf Spanisch meist "Sodalicio" genannt wird, ausgeschlossen worden. Im Zuge der Ermittlungen hatte der Vatikan weitere Untersuchungen gegen andere hochrangige Mitglieder eingeleitet. Der "Sodalicio" wurde 1971 in Peru gegründet und profilierte sich in kurzer Zeit als konservatives Gegengewicht zur progressiven Befreiungstheologie im Land, der auch viele Kleriker angehören. Papst Johannes Paul II. förderte die Gemeinschaft und erkannte sie 1997 als Vereinigung päpstlichen Rechts an. 2015 veröffentlichten Journalisten Recherchen, die der Bewegung jahrzehntelangen sexuellen und psychologischen Missbrauch vorwerfen. In jüngster Zeit wurden unter anderem Vorwürfe des psychischen, emotionalen, Gewissens- und Machtmissbrauchs durch den weiblichen Zweig der Laienbewegung bekannt. (mtr)

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