Gemeinsam gegen Steuerhinterziehung
Darin verpflichten sich beide Seiten, "ethisches Verhalten in finanziellen und wirtschaftlichen Belangen zu fördern und sicherzustellen", wie es in einer gemeinsamen Erklärung heißt. Ziel sei vor allem, Steuerhinterziehung zu verhindern und US-Bürgern, die Finanzgeschäfte mit dem Vatikan tätigen, die Abführung von Steuern zu erleichtern. Es handelt sich laut der Mitteilung um das erste Abkommen zwischen den USA und dem Vatikan auf Regierungsebene.
Nach Schwarzgeldskandalen um Konten bei der Vatikanbank IOR war dem Vatikan in der Vergangenheit eine mangelnde internationale Kooperation bei deren Aufklärung vorgeworfen worden. Zuletzt schloss er im Zuge einer 2010 begonnenen Transparenz-Offensive im Finanzbereich mit mehreren Staaten Abkommen über den Austausch von steuerlich relevanten Daten.
Die USA hatten 2010 mit dem sogenannten Foreign Account Tax Compliance Act (Fatca) ihre Gesetzgebung gegen Steuerhinterziehung verschärft. Der Vatikan wird durch die Vereinbarung, die für den Heiligen Stuhl als Leitungsorgan der Weltkirche und den Vatikanstaat gilt, zu einem sogenannten Fatca-Partnerland. (KNA)