Handyklingeln von Kirche nach Protest abgebrochen
Die Kunstaktion "Handyklingeln statt Glockengeläut" an der Luzerner Peterskapelle ist an diesem Samstag vorzeitig eingestellt worden. Man wolle die Anwohner nicht noch mehr mit Lärm belasten, teilte die katholische Kirche in Luzern mit. Seit Montag ertönte von Luzerns ältester Kirche zehnmal am Tag für etwa 20 Sekunden das Klingeln eines Mobiltelefons. Die Finissage finde dennoch am 30. Juli, dem ursprünglichen Projektende, auf der Terrasse der Kapelle statt, hieß es.
Mit der Aktion wollten die Künstlerinnen Klarissa Flückiger und Mahtola Wittmer darauf hinweisen, dass heute anstelle von Kirchenglocken Handyklingeln den Alltag der Menschen bestimmt. Für einige Nachbarn aus der Altstadt sei dies aber zu viel gewesen. "Dies nehmen wir ernst", sagte Andreas Rosar von der Luzerner Citypastoral. Die Kunstaktion beschließt die Reihe von Projekten, mit denen die Baustelle der Kapelle aus dem 12. Jahrhundert verschönert werden soll, die seit Ende 2017 renoviert wird. "Klingeling statt Dingdong" hatte ein riesiges internationales Medieninteresse hervorgerufen. (KNA)
Das Geläut der Kirchenglocken gehört für viele Menschen zum Alltag - genauso wie das Smartphone. Dennoch werden ab Mitte Juli wohl viele Bürger Luzerns verdutzt Richtung Himmel blicken.