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Scharfe Kritik an aktueller Trump-Regierung

Jesuiten kündigen Klage gegen US-Einwanderungsbehörde an

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Ein Prozesshämmerchen aus Holz
Broadview - Sie wollten Migranten die Kommunion im Abschiebegefängnis spenden. Doch die US-Einwanderungsbehörde verweigerte den Zutritt. Nun wollen die Jesuiten friedlich gegen die Trump-Regierung vorgehen – und kündigen rechtliche Schritte an.

Nachdem die US-Einwanderungsbehörde Immigration and Customs Enforcement (ICE) Geistlichen den Zutritt zum Abschiebegefängnis in Broadview im US-Bundesstaat Illinois verweigert hat, wollen die Organisatoren einer dortigen Prozession rechtliche Schritte einleiten. Die Priester hatten den inhaftierten Migranten die Kommunion spenden wollen. "Wir werden Klage einreichen, um unser Recht als Geistliche und Ordensleute einzufordern, alle Menschen in diesen Einrichtungen betreuen zu dürfen", sagte der Jesuit Larry Dowling laut einem Bericht des "National Catholic Reporter" am Dienstag. "Wir werden weiterhin mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln friedlich dagegen ankämpfen und für das kämpfen, was recht ist."

Dowling, pensionierter Geistlicher der Erzdiözese Chicago, und seine Mitbrüder wollen das Recht geltend machen, Häftlinge seelsorgerisch zu betreuen. Hintergrund ist eine Prozession vom vergangenen Wochenende zur Haftanstalt in Broadview. Ziel der Aktion war es, Migranten ohne gültige Aufenthaltspapiere die Kommunion zu bringen. Nach Angaben der Jesuiten verlief die Prozession friedlich, doch verweigerte die Behörde den Priestern den Zutritt, nachdem die Polizei des Bundesstaates Illinois vor Ort einen entsprechenden Appell eingereicht hatte. Die Organisatoren erklärten, sie hätten im Vorfeld versucht, mit ICE über den geplanten Besuch zu kommunizieren – dennoch sei der Gruppe der Zugang verwehrt worden.

"Heilige Proteste"

Dowling zeigte sich enttäuscht über das Vorgehen der Behörde: "Bis vor drei, vier Monaten konnten wir das tun, und sie haben es uns erlaubt. Aber unter der aktuellen Regierung ist das alles vorbei. Sie wollen nicht, dass irgendjemand dort hineingeht, die schrecklichen Bedingungen sieht und den Menschen, die sie festhalten, Hilfe anbietet."

Nach dem Vorfall habe die Bewegung an Dynamik gewonnen. Neben den angekündigten rechtlichen Schritten seien auch Schulungen und weitere "heilige Proteste" geplant, um sich gegen die "Erosion des Glaubens und der Menschenrechte durch die bundesstaatliche Einwanderungspolitik" zu wehren. (mtr)

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