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Heiliger Leodegar soll auf 1. Mai wechseln

Juso-Vorstoß für Verschiebung von Heiligengedenktag stößt auf Skepsis

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Luzern - Einen Heiligengedenktag verschiebt man nicht so einfach – bei einem staatlichen Feiertag ist das viel einfacher. Und genau das haben die Luzerner Jungsozialisten mit dem Fest des Stadtpatrons Leodegar vor – mit einem Hintergedanken.

Die Kirche in Luzern reagiert zurückhaltend auf einen Vorschlag der Jungsozialisten (Juso), durch eine Verschiebung des Gedenktags des Stadtpatrons Leodegar durch die Hintertür den Tag der Arbeit in der Schweizer Stadt einzuführen. Der kommunale Feiertag am 2. Oktober sei ein bedeutender Bestandteil der Luzerner Identität und Geschichte, sagte die Sprecherin der katholischen Kirche in Luzern, Ingrid Schmid, gegenüber "kath.ch". Seit Jahrhunderten erinnere er an die Wurzeln der Stadt, die eng mit dem Wahrzeichen Hofkirche und der Entwicklung Luzerns verbunden seien. Ohnehin könne ein Heiligengedenktag nicht einfach verschoben werden.

In der vergangenen Woche hatte der Präsident der Juso Luzern, Valentin Humbel, den Vorschlag eingebracht, den kommunalen Feiertag vom 2. Oktober auf den 1. Mai zu verlegen. Der Tag der Arbeit ist bislang im Kanton Luzern kein Feiertag. "Mit dem international bedeutsamen Feiertag am 1. Mai könnte die Stadt den Tag allen arbeitenden Menschen und ihren Bedürfnissen widmen", so der Politiker. Der 1. Mai erhielte so je nach persönlicher Ausrichtung wahlweise eine religiöse oder politische Bedeutung. "Wir arbeiten aktuell einen Vorstoß im Großen Stadtrat aus und reichen diesen in den nächsten Tagen zur Vorprüfung bei der Stadt ein", ergänzte die Juso-Stadträtin Zoé Stehlin.

Der heilige Leodegar von Autun (um 616 bis 678 oder 679) war Bischof von Autun im Burgund und starb als Märtyrer. Die Stadt Luzern ist am Ort des 710 gegründeten Benediktinerklosters St. Leodegar entstanden. Leodegar selbst war wohl nie in der Gegend. Darauf bezieht sich auch Juso-Präsident Humbel. Er frage sich, "wieso man einen Stadtheiligen verehrt, der wohl nie einen Fuss ins schöne Luzern gesetzt hat". Gedenktage für Heilige und Selige werden in der katholischen Kirche entweder für die Weltkirche durch den Vatikan oder für Teilkirchen mit Genehmigung des Vatikans festgelegt. Sie liegen üblicherweise auf dem Todestag des Heiligen oder Seligen. (fxn)

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