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Luis Pascual Dri wurde 98 Jahre alt

Kardinal und Beichtvater von Papst Franziskus gestorben

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Porträtfoto von Kardinal Luis Pasqual Dri im Kapuzinerhabit
Buenos Aires - So großzügig vergab er Sünden, dass er sich im Gebet für seine Großzügigkeit entschuldigte: Dafür würdigte ihn Papst Franziskus als vorbildlichen Beichtvater – und machte ihn zum Kardinal. Bis zuletzt verbrachte der Kapuziner Stunden im Beichtstuhl.

Der als Beichtvater von Papst Franziskus bekannt gewordene Pater Luis Pascual Dri ist tot. Der Kapuziner starb am Montagabend im Alter von 98 Jahren in Buenos Aires, wie die argentinische katholische Nachrichtenagentur AICA mitteilte. Dri wurde von Papst Franziskus (2013–2025) als beispielhafter Beichtvater gewürdigt und von ihm 2023 zum Kardinal erhoben. Die Beichte sei sein Leben, sagte der Ordensmann von sich.

Am Mittwoch veröffentlichte der Vatikan das Beileidstelegramm von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin. Darin versichert Parolin dem Erzbischof von Buenos Aires sein Beileid. Papst Leo XIV. bete für den verstorbenen Kardinal "in Erinnerung an diesen aufopferungsvollen Hirten, der von Papst Franziskus so geschätzt wurde und der so viele Jahre seines Lebens als Beichtvater und geistlicher Begleiter in den Dienst Gottes und der Kirche gestellt hat".

Dri wirkte seit dem Jahr 2000 – unter anderem als gesuchter und beliebter Beichtvater – im Marienheiligtum Nuestra Señora del Rosario de Pompeya in Buenos Aires, wo er bis kurz vor seinem Tod die Beichte hörte, oft stundenlang. Dabei war er auch Beichtvater des damaligen Erzbischofs von Buenos Aires, Jorge Mario Bergoglio, dem späteren Papst Franziskus. Der Papst erzählte von ihm, dass er so großzügig Sünden vergebe, dass er Gott um Vergebung für seine Großzügigkeit bitte. Das bestätigte Dri: "Nun, Jesus hat allen vergeben: Petrus, der Ehebrecherin, Matthäus, allen … sogar dem guten Dieb am Kreuz. Wenn mich viele Mitbrüder wegen meiner Nachsicht schelten, weil sie sehen, dass die Gläubigen ständig glücklich weggehen, knie ich vor dem Tabernakel nieder und bete: 'Verzeih mir, Herr, wenn ich zu viel vergebe, aber schließlich ist es deine Schuld.'"

Nach seiner Schulzeit bei den Kapuzinern trat Dri in das Noviziat des Ordens ein und wurde 1945 eingekleidet, 1949 legte er seine ewige Profess ab, 1952 empfing er die Priesterweihe. Nach Stationen in der Bildung und Ausbildung war er in der Pfarrseelsorge. Aus gesundheitlichen Gründen konnte er nicht persönlich am Konsistorium teilnehmen, bei dem er mit 20 weiteren Männern zum Kardinal erhoben wurde. Er verzichtete auf die Weihe zum Bischof. (fxn)

2. Juli 2025, 13.45 Uhr: Ergänzt um Beileidstelegramm des Vatikan.

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