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Anglikaner war konvertiert - eigene Ehefrau vergewaltigt

Katholischer Priester wegen häuslicher Gewalt angeklagt

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Indianapolis - Entführung, Freiheitsberaubung, Körperverletzung, Vergewaltigung: Diese Straftaten werden einem katholischen US-Priester vorgeworfen. Kurioserweise von seiner eigenen Ehefrau.

Im US-Bundesstaat Indiana steht ein verheirateter katholischer Priester wegen häuslicher Gewalt vor Gericht. Luke W. Reese werden Entführung, Freiheitsberaubung, Körperverletzung und Einschüchterung vorgeworfen, berichtete der regionale Fernsehsender "Fox 59" am Dienstag. Der 49-Jährige hatte im September vergangenen Jahres in Indianapolis seine Ehefrau Gina bei einem Treffen mit ihrem Liebhaber auf der Rückbank eines Autos überrascht, heißt es in den Gerichtsunterlagen.

Daraufhin zwang Reese seine Frau, mit ihm zur "Holy Rosary Church" zu fahren, in der er als Priester tätig war. Dort brachte er sie dazu, vor dem Altar niederzuknien, würgte sie und schlug ihren Kopf gegen eine Wand. Anschließend zwang der Geistliche seine Frau zu ihrer über 90-jährigen Großmutter zu fahren, der sie von ihrer Affäre erzählen sollte. Später im Haus des Paares riss Reese seiner Frau die Kleider vom Leib, "die er für zu schlampig hielt", und vergewaltigte sie, schildern die Akten den Gewaltverlauf.

Nach der häuslichen Gewalt gegenüber seiner Frau war Reese vom Erzbistum Indianapolis für unbestimmte Zeit beurlaubt worden. Der Pfarrer der Gemeinde hatte Reeses Abwesenheit im Pfarrblatt mit "einigen persönlichen und familiären Problemen, die einen großen Teil seiner Aufmerksamkeit benötigen", begründet.

Reese war zuvor anglikanischer Geistlicher gewesen und wurde im Juni 2016 zum ersten verheirateten Priester der Erzdiözese Indianapolis geweiht. Er gehört zu einer Gruppe anglikanischer Priester, die zur katholischen Kirche übergetreten waren und ihr Amt weiterhin ausüben können. Papst Benedikt XVI. hatte US-Anglikanern diese Möglichkeit im Januar 2012 mit der Schaffung des Personalordinariates "Kathedra Petri" ermöglicht. (rom)

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