Krebstod einer zehnjährigen Katholikin bewegt ganz Spanien
In Spanien ruft der Tod einer zehnjährigen Katholikin viel Aufsehen hervor. Teresita Castillo de Diego starb am Sonntag in Madrid nach jahrelangem Kampf gegen einen Hirntumor. "Ihre Missionsseele passte nicht in ihren zehnjährigen Körper, der durch einen Gehirntumor geschwächt war", schreibt das Erzbistum Madrid auf seiner Website. Kardinal Carlos Osoro hielt den Angaben zufolge die Totenwache für das Mädchen. Katholische Portale zogen Vergleiche mit der Karmeliten-Heiligen Therese von Lisieux (1873-1897).
Ausführlich schilderte der Madrider Bischofsvikar Angel Camino Lamela in einem Brief die Geschichte des Mädchens. Der Ordensmann habe die schwerkranke Teresita Mitte Februar auf der Intensivstation besucht. Lamela habe ihr ein Missionskreuz überreicht, worüber die Zehnjährige "überglücklich" gewesen sein, wie er schreibt. Bereits seit einiger Zeit habe sie den dringlichen Wunsch geäußert, einmal katholische Missionarin zu werden.
Das Mädchen stammte aus Sibirien und kam als Dreijährige zur Adoption nach Madrid. Laut Angaben ihrer Adoptivmutter zeigte das Mädchen schon als Kleinkind ein ausgeprägtes spirituelles Leben und besuchte später in ihrer von Ordensfrauen geführten Schule täglich die Messe. Trotz ihres Leidens habe das Mädchen versucht, für alle ein gutes Wort zu haben. (KNA)