Malteser: Millionenspende ist "sauber"
Eine Spende von 30 Millionen Schweizer Franken (28 Millionen Euro) an den Malteserorden ist nach Angaben der Ordenszentrale sauber. Der "Caritas Pro Vitae Gradu Charitable Trust" (CPVG) mit Sitz in Neuseeland sei nach allen geltenden Normen registriert und geführt, teilte die Leitung der Malteser in Rom am Freitag auf Anfrage mit. Von ihm sammen die auf sieben Jahre verteilten Zuwendungen. "Das Geld der Schenkung ist absolut sauber und registriert", so eine Sprecherin.
Die "Bild"-Zeitung hatte geschrieben, es handle sich um eine "fragwürdige" Spende. Dazu erklärte die Malteser-Sprecherin, die Rekonstruktion der ursprünglichen Herkunft des Geldes sei "eine Interpretation der Boulevardzeitung". Im Übrigen sei der Großkanzler des Malteserordens, Albrecht von Boeselager, in dem Bericht korrekt zitiert worden, hieß es weiter. Boeselager hatte in dem Artikel die Summe von 30 Millionen Franken genannt. Darin heißt es, der Großkanzler kenne den Schenker jedoch nicht. Er stamme aus einer reichen französischen Familie.
'Herr Latour' verlangte Anonymität
Das Geld war laut Boeselager schon vor dem Zweiten Weltkrieg in eine Stiftung eingebracht worden. Weitere Einzelheiten kenne der Orden dem Großkanzler zufolge nicht. Denn der Spender sei der Trust "CPVG" und nicht "Herr Latour" persönlich. "'Herr Latour' verlangte Anonymität vom Trust und wir mussten das akzeptieren", sagte der Großkanzler. Das komme häufig vor. Eine Pressemitteilung des Ordens zu der betreffenden Vereinbarung mit dem CPVG vom 1. März ließ den genauen Betrag offen. Den Ordensangaben zufolge sollen die Mittel unter anderem Hilfsprojekte für Opfer von Konflikten im Nahen Osten und Hungernde in Afrika mitfinanzieren. (KNA)
Bei Malteser International handelt es sich um das weltweite Hilfswerk des gleichnamigen Ordens. Katholisch.de stellt wissenswerte Informationen rund um das katholische Hilfswerk vor.