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27-jähriger Franzose prellt Geistliche um insgesamt 100.000 Euro

Mann betrügt 47 Priester mit Telefon-Trick

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Paris - Um insgesamt 100.000 Euro soll ein Mann die französischen Geistlichen geprellt haben. Dabei machte er sich laut Polizeiangaben deren christliche Barmherzigkeit zunutzen.

Der Mann habe Priester aus dem Telefonbuch herausgesucht, sie angerufen und unter der Identität von Verstorbenen so getan, als sei er vor Jahren von ihnen getraut worden. "Dann hat er vorgegeben, dass er sich in großen finanziellen Schwierigkeiten befinde und Geld brauche", sagte ein Polizei-Verantwortlicher dem Portal "Metronews". "Aus christlicher Barmherzigkeit haben die Priester Geld geschickt." Es habe sich jeweils um Summen von bis zu 5.000 Euro gehandelt.

Der Täter sei dabei sehr routiniert vorgegangen – wohl auch aufgrund seiner  Familiengeschichte: Schon sein Vater war wegen ähnlicher Betrügereien polizeibekannt, stellten die Behörden von Le Havre bei der Archivrecherche fest. Insgesamt 33 Jahre Gefängnis soll er abgesessen haben. Sein Sohn bringe es immerhin auf eine Haftstrafe und einige Vorstrafen.

Ins Rollen gebracht hat die jüngste Ermittlung die Anzeige eines Priesters in Zentralfrankreich, eines der ersten Opfer des Betrügers. Schnell deuteten nach Angabe der Polizei die Spuren in den Norden, nach Le Havre. Die Polizei geht davon aus, dass der mutmaßliche Täter Komplizen hat. Nach diesen wird noch gefahndet. (fxn/dpa)

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