Marx erinnert an Verfolgung ukrainischer Katholiken
Der Münchner Erzbischof äußerte sich in einem Brief an das Oberhaupt der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche aus Anlass des 70. Jahrestages der Lemberger Scheinsynode. Während dieses Treffens war am 8. und 9. März 1946 der Anschluss dieser mit Rom verbundenen Kirche an die russisch-orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats beschlossen worden. Zu dem Zeitpunkt befanden sich die Bischöfe der griechisch-katholischen Kirche allesamt in Haft. De facto wurde die Kirche aufgelöst und für illegal erklärt.
Er habe wiederholt Gelegenheit gehabt, Geschichten von Glaubenszeugnissen aus der Ukraine zu hören, schreibt Marx. "Dabei hat mich neben der existenziellen Tiefe ihres Zeugnisses auch immer wieder die Ökumene in den Lagern berührt." Er sei überzeugt, dass gerade in der gegenwärtigen schwierigen Phase der Ukraine "in der Ökumene der Märtyrer ein Hoffnungszeichen für uns alle liegt". Für die griechisch-katholische Kirche in der Ukraine begann mit der Synode eine Zeit der brutalen Verfolgung und Unterdrückung, die bis 1989 dauern sollte. Das Gedächtnis daran ist tief im Bewusstsein der Kirche und ihrer Gläubigen eingeprägt. (KNA)
Die eine Kirche Christi tritt in verschiedensten Formen auf, etwa in den orthodoxen und orientalischen Kirchen. Wir erklären das katholische Verständnis von "Kirche", was das für die Ökumene bedeutet und stellen unterschiedliche Traditionen vor.