Suche
Zwischenfall in Frankreich

Mit Messer bewaffneter Mann ruft in Kirche "Allahu Akbar" – Festnahme

Dieser Inhalt ist nur erlaubt, wenn Sie Cookies vom Typ "readspeaker" zulassen.

Forbach - In einer Kirche im französischen Forbach an der deutschen Grenze hat ein bewaffneter Mann mehrfach "Allahu Akbar" gerufen und nach dem Priester gesucht. Die Polizei nahm den 35-Jährigen fest und prüft die Hintergründe.

Die Polizei im französischen Forbach hat am Dienstag einen 35-jährigen Mann festgenommen, der sich mit einem Messer bewaffnet und "Allahu Akbar" rufend in einer Kirche in der deutsch-französischen Grenzstadt aufgehalten hatte. Das berichtete am Mittwoch die katholische Tageszeitung "La Croix" unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft von Sarreguemines. Die Polizei sei eingeschritten, nachdem Eltern von drei Schülerinnen einer nahegelegenen Schule sie alarmiert hätten. Die Mädchen hätten gehört, wie der Verdächtige wiederholt "Allahu Akbar" gerufen und den Priester der Kirche gesucht habe.

Wie "La Croix" unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft weiter berichtete, trug der Mann ein Messer der Marke "Opinel" bei sich, das er jedoch zu keinem Zeitpunkt gezückt habe. Zudem sei bei ihm eine geringe Menge Cannabisharz gefunden worden. Der Mann sei auf der Polizeiwache in Forbach in Gewahrsam genommen worden. Ihm werden den Angaben zufolge die Billigung von Terrorismus, das Mitführen einer Waffe sowie Drogenkonsum zur Last gelegt. Laut der Staatsanwaltschaft hat der Mann zwei Einträge in seinem Strafregister, die jedoch "in keinem Zusammenhang mit terroristischen Straftaten oder Handlungen gegen die Interessen des Staates" stünden. Auch der Pfarrer habe den Mann nicht gekannt. Die Ermittlungen zur Klärung seines "religiösen Hintergrunds" und seines "psychiatrischen Profils" dauerten an.

In einer auf Facebook veröffentlichten Botschaft verurteilte der Bürgermeister von Forbach "auf das Schärfste diese feige und abscheuliche Tat, die tragische Folgen hätte haben können". Zudem würdigte er "den Mut und die Besonnenheit" der Jugendlichen, die Alarm geschlagen hätten, sowie das "schnelle Eingreifen" der Polizeibeamten. Außerdem bekundete er seine Solidarität mit den Seelsorgern und der gesamten katholischen Gemeinde. (stz)

kna-katholisch-swarm-node2 (0.011s)