Mögliches eucharistisches Wunder zieht tausende Gläubige an
Die Catedral de Niño Dios (Kathedrale des Jesuskindes) in Guatemala erlebt nach ihrem möglichen eucharistischen Wunder einen Zustrom an Gläubigen. "Für meine Gemeinde war es eine Wiedergeburt", sagte Pater José Alejandro García gegenüber EWTN News (Freitag). Er sehe eine Stärkung des "Glaubens an Jesus in der Eucharistie". Seit dem möglichen Wunder habe es eine "verstärkte Beteiligung von Tausenden von Menschen" an den Messen, Beichten und der eucharistischen Anbetung gegeben. Darunter waren laut dem Pater auch Menschen, die seit Jahren nicht mehr zur Beichte gegangen waren.
Das Bistum Santa Rose de Lima in Guatemala lässt das mögliche Hostien-Wunder gerade untersuchen. Im Juli hatte ein Pfarrer gemäß den kirchlichen Regelungen eine Hostie in Wasser eingelegt, die ein Junge bei einem Schulgottesdienst auf den Boden werfen wollte. Die Hostie hatte sich nach Bistumsangaben jedoch nicht aufgelöst. Stattdessen seien rote Flecken auf ihr entstanden. Ein interdisziplinäres Team von Fachleuten untersucht nun, ob es sich dabei um Blut handelt und wie es dazu kommen konnte. Zum Team gehören laut Bericht ein Biologe, ein Arzt, ein Psychologe, eine Krankenschwester, ein Priester aus einer anderen Gemeinde und ein Laie aus der Gemeinde der Catedral de Niño Dios.
Pater bittet Gläubige um Geduld – und sendet Botschaft
Das Bistum und auch Pater García baten die Gläubigen voreilige Schlussfolgerungen zu vermeiden, die "die Untersuchung behindern" könnten, so der Pater. Stattdessen sollten die Gläubigen die Zeit bis zum Ende der Untersuchung nutzen, um "Besonnenheit zu üben, zu beten und nachzudenken".
Die Erscheinung sei ein Aufruf an die Katholiken, "unseren Glauben zu stärken". An diejenigen, die noch keine Katholiken sind, sei es ein Ruf Jesu. Er sage: "Ich lebe, ich bin das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist." Wann mit den Ergebnissen der Untersuchung der Hostie zu rechnen ist, ist noch nicht bekannt. Zudem kann nur der Vatikan am Ende ein Wunder anerkennen.