Nach Gerüchten über Ermordung: Entführter Bischof wieder frei
Der in Nigeria verschleppte katholische Bischof Moses Chikwe und sein Fahrer sind von ihren Entführern am Neujahrsabend freigelassen worden. Das teilte das Erzbistum Owerri in der Nacht zum Samstag auf Facebook mit. Es sei kein Lösegeld gezahlt worden. Nigerianische Medien (Samstag) berichteten unter Berufung auf die Polizei des Bundesstaats Imo, die Befreiung sei durch einen Zugriff von Sicherheitskräften erfolgt. Über den Gesundheitszustand der beiden gab es zunächst widersprüchliche Angaben.
Hülsen von abgefeuerten Patronen, aber kein Blut
Der 53-jährige Weihbischof des südnigerianischen Erzbistums Owerri war vergangenen Sonntag zusammen mit seinem Fahrer Ndubuisi Robert entführt worden, als sie von einem Gottesdienst zurückkehrten. Nach Angaben eines Sprechers des Hauptstadtbistums Abuja hatten sich im Wagen Hülsen von abgefeuerten Patronen, aber keine Blutspuren gefunden. Er äußerte die Vermutung, es gehe wie in den meisten derartigen Fällen um eine Lösegelderpressung.
Papst Franziskus hatte am Neujahrstag für die beiden Verschleppten gebetet und um die Freilassung aller Entführungsopfer in Nigeria gebetet. Er bitte, dass die Opfer von Gewalt "unversehrt in die Freiheit zurückkehren, und dass dieses geliebte Land Sicherheit, Einheit und Frieden wiederfinde", so Franziskus beim Mittagsgebet. Zwischenzeitliche Meldungen, Weihbischofs Chikwe sei ermordet worden, hatte das Erzbistum Owerri dementiert. (gho/KNA)