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Video sorgte für Verwirrung

Nach Trump-Segen: US-Erzbischof entschuldigt sich

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Erzbischof von Milwaukee - Jeffrey Grob
Milwaukee - Ein Video vor den Zwischenwahlen im Weißen Haus sorgte für heftige Kritik. Nun entschuldigt sich einer der Erzbischöfe.

Nach einem gemeinsamen Gebet mehrerer Bischöfe mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus hat sich der Erzbischof von Milwaukee, Jeffrey Grob, öffentlich entschuldigt. Er bedauere, dass seine Teilnahme an dem Treffen Verwirrung, Ärger und Enttäuschung ausgelöst habe, erklärte Grob in einer Stellungnahme am Sonntag. Zugleich warf er dem Weißen Haus vor, das Gebet instrumentalisiert zu haben: "Ich wünschte, ich hätte auf meine Vorbehalte gehört".

Er und elf weitere Bischöfe seien eingeladen worden, um über kirchliche Anliegen wie Einwanderungsgesetze und die Menschenwürde zu sprechen, heißt es laut der Stellungnahme. Organisiert worden sei das Treffen von der konservativen Heritage Foundation. "Uns wurde mitgeteilt, dass es sich um ein privates Gespräch handeln würde, bei dem möglicherweise mehrere katholische Kabinettsmitglieder anwesend sein würden und sich vielleicht auch die Gelegenheit ergeben könnte, gemeinsam mit dem Präsidenten im privaten Rahmen zu beten", so Grob.

Aufnahmen ohne Wissen

Weiter schildet er, dass die Bischöfe nach einem knapp 90-minütigen Gespräch mit Mitarbeitern und Beratern des Weißen Hauses ins Oval Office geführt wurden. Dort habe Trump sie begrüßt: "Anschließend wurden wir angewiesen, uns hinter ihn zu stellen und zu beten. Danach wurden mehrere Fotos gemacht, und wir wurden hinausbegleitet". Weiter erklärte Grob: "Ohne Wissen der Bischofsgruppe wurde auch ein Video aufgenommen. Die Bischöfe hatten jedoch weder der öffentlichen Verbreitung noch der Veröffentlichung des Videos oder der Fotos zugestimmt."

Nach der Verbreitung des Videos habe er Nachrichten von Menschen erhalten, die "ernsthaft besorgt" darüber waren, dass die Bischöfe "möglicherweise unbeabsichtigt an einer politischen Veranstaltung weniger als zwei Wochen vor den Wahlen teilgenommen haben". Auch Menschen, die selbst oder deren Angehörige unter der Politik des Präsidenten gelitten hätten, hätten sich verletzt gezeigt, so der Erzbischof weiter. Unterdessen versicherte er, die Kirchenmänner seien "in gutem Glauben gekommen", um sich für das Wohl der Menschen einzusetzen und das Gemeinwohl zu fördern – "nicht, um für einen politischen Fototermin zu posieren, der einigen wenigen zugutekommt."

Hintergrund der Stelungnahme ist ein vom Weißen Haus verbreitetes Video, in dem zwölf US-Bischöfe mit und für Trump beten. Unter ihnen Denvers Erzbischof James Golka. Dieser hatte die anschließende Kritik zunächst zurückgewiesen.

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