Österreichische Niederlassungen kommen zur Deutschen Kapuzinerprovinz
Der Kapuzinerorden hat sich in Mitteleuropa umstrukturiert. Die Niederlassungen in Österreich und Südtirol wurden drei benachbarten Provinzen in Deutschland, Polen und Italien zugeordnet. Wie die Deutsche Provinz am Dienstag in München mitteilte, gehören die Klöster Feldkirch, Irdning, Innsbruck und Salzburg mit zusammen 26 Brüdern ab sofort zu ihr. Damit soll die Präsenz des Ordens in Österreich und Südtirol gesichert werden.
Nach den Worten des deutschen Provinzials Helmut Rakowski (Foto) werden Leitungsdienste und organisatorische Aufgaben zusammengefasst, damit Kräfte freibleiben für den eigentlichen Auftrag der Brüder: Gebet, Leben in Gemeinschaft und Dienst an den Menschen. Rakowski war im Juni zum neuen Provinzial gewählt worden. Ebenfalls im Juni kündigten die deutschen Kapuziner an, die Zahl ihrer Klöster verringern zu wollen.
Bereits vor zwei Jahren endete die rechtliche Eigenständigkeit der Kapuziner in den Niederlanden, die seitdem ebenfalls der Deutschen Provinz angehören. Als Grund wurden die Größe und Altersstruktur der niederländischen Kapuziner angegeben. – Die Kapuziner (lateinisch: Ordo Fratrum Minorum Capucinorum, OFMCap) sind ein franziskanischer Bettelorden. Sie gehören zu den vom heiligen Franz von Assisi (1181-1226) inspirierten Ordensgründungen. (tmg/KNA)