Parolin fordert Erfolg des Klimagipfels
Jedes Land habe die Pflicht, entsprechend seinen Fähigkeiten gegen den Klimawandel vorzugehen. Er treffe vor allem die Ärmsten, die am wenigsten zu der Gefahr beigetragen hätten. Parolin hatte die am Dienstag vom Vatikan veröffentlichte Rede am Vortag gehalten.
Die Nummer zwei des Vatikan erinnerte an die Ansprache von Papst Franziskus am Sitz des UN-Umweltprogramms in Nairobi vorigen Donnerstag. Darin hatte der Papst erklärt, ein Scheitern der UN-Klimakonferenz wäre eine Katastrophe für die Menschheit. Parolin bekräftigte, der Klimawandel und seine Auswirkungen machten nicht vor nationalen Grenzen halt. Vielmehr müsse diese Herausforderung das Bewusstsein dafür stärken, dass alle Menschen eine Familie seien.
Der Kardinalstaatssekretär betonte die Notwendigkeit eines verantwortungsbewussteren Lebensstils. Technische Lösungen müssen deshalb aus seiner Sicht begleitet sein von einer entsprechenden Erziehung künftiger Generationen. Die vorherrschende "Wegwerfkultur" müsse ein Ende haben. (KNA)
Am Montag hat der Klimagipfel in Paris begonnen, an den hohe Erwartungen geknüpft sind. Weltkirche-Bischof Ludwig Schick spricht im Interview über den Zusammenhang von Flucht und Klimaschutz, seine Hoffnung für das Treffen und die Rolle des Papstes.