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Jahresstatistik veröffentlicht

Petrusbruderschaft wächst weiter ohne Ex-Piusbrüder

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Bischof Bertram Meier weiht zehn Petrusbrüder zu Priestern
Fribourg - Für die Petrusbruderschaft war 2026 ein gutes Jahr: So viele Neupriester wie noch nie wurden geweiht – Auswirkungen der schismatischen Weihen der Piusbrüder gab es aber nicht.

Die Petrusbruderschaft konnte im vergangenen Jahr einen deutlichen Mitgliederzuwachs verzeichnen. Die Mitgliederzahl ist zum Stichtag 1. November auf weltweit 602 gestiegen, wie die Petrusbruderschaft mitteilte. Im Vorjahr waren es zum gleichen Zeitpunkt 579 Mitglieder. Wesentlich dazu beigetragen hat eine Rekordzahl von Weihen: 2026 wurden nach Angaben der Gemeinschaft 25 Priester geweiht. Das sind zehn mehr als im langjährigen Jahresdurchschnitt.

Keine Auswirkungen hatte die Exkommunikation der schismatischen Bischöfe der Piusbruderschaft im Juli: "Nach unserem derzeitigen Kenntnisstand gab es seit den Bischofsweihen lediglich eine Kontaktaufnahme durch ein Mitglied der Piusbruderschaft mit unserer französischen Provinz", teilte ein Sprecher der Petrusbruderschaft gegenüber katholisch.de mit. Der Vatikan hatte zusammen mit dem Exkommunikationsdekret Vorgaben zur Aufnahme ehemaliger Mitglieder der Piusbruderschaft in die Gemeinschaft der Kirche veröffentlicht.

Durchschnittsalter 39

Den Angaben zufolge gehören 410 Priester, 24 Diakone und 168 Seminaristen zur Petrusbruderschaft, insgesamt 50 davon in Deutschland. Das Durchschnittsalter der Mitglieder beträgt 39 Jahre. 9.560 Mitglieder haben sich der Konfraternität St. Petrus angeschlossen, der Laiengemeinschaft der Petrusbruderschaft, davon 1.370 im deutschen Sprachraum. Mit ihren 144 Niederlassungen deckt die Bruderschaft weltweit 154 Diözesen mit insgesamt 257 Messorten ab. 48 Personalpfarreien sind Priestern der Gemeinschaft anvertraut.

Die Priesterbruderschaft St. Petrus wurde 1988 als Reaktion auf die unerlaubten Bischofsweihen durch Erzbischof Marcel Lefebvre in der Piusbruderschaft gegründet. Die Gesellschaft apostolischen Lebens von Klerikern päpstlichen Rechts steht im Gegensatz zur Piusbruderschaft in voller Gemeinschaft mit der Kirche. Der Sitz des deutschsprachigen Distrikts ist in Opfenbach-Wigratzbad (Landkreis Lindau, Bistum Augsburg), wo sich das größte der drei Priesterseminare der Gemeinschaft befindet. Trotz der Einschränkungen der "Alten Messe", die Papst Franziskus (2013–2025) 2021 verhängt hat, dürfen die Petrusbrüder aufgrund eines päpstlichen Dekrets alle Sakramente und Sakramentalien nach den vorkonziliaren liturgischen Büchern feiern.

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