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Der Geistliche hat Schulden im sechsstelligen Bereich

Pfarrer pumpte Gläubige um Geld an – Job weg

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Kirche und Geld
Küssnacht am Rigi - Ein gutgemeinter Rat an die Geistlichkeit: Die eigenen Gläubigen besser nie um Geld anpumpen! Dass das ordentlich nach hinten losgehen kann, beweist jetzt der Fall eines Pfarrers aus dem schönen Küssnacht in der Schweiz.

Weil er Gläubige um Geld anpumpte, ist der Pfarrer der Kirchengemeinde im schweizerischen Küssnacht am Rigi seinen Job los: Der Churer Bischof Vitus Huonder hat den Geistlichen zum Ende der vergangenen Woche von allen Aufgaben entbunden, wie die Diözese am Montag mitteilte. Demnach soll der Pfarrer einen privaten Schuldenberg von einigen 100.000 Schweizer Franken (sechsstelliger Euro-Bereich) angehäuft haben. Um seine Schulden begleichen zu können, hatte er nach Bistumsangaben insgesamt etwa 50 Personen um Geld gebeten. Der Geistliche war über 20 Jahre in der Kirchengemeinde tätig.

Laut dem Küssnachter Kirchenrat ist der Schuldenberg des Pfarrers einerseits auf spekulative Geldanlagen zurückzuführen, andererseits stehe er mutmaßlich in Verbindung mit früheren Spielschulden. Der Pfarrer hatte nach Bistumsangaben am 13. Juni dem Bischof seinen Rücktritt angeboten, am selben Tag kündigte der Kirchenrat sein Anstellungsverhältnis. Dies sei nach eingehenden Besprechungen mit Vertretern des Kirchenrats und der Diözese Chur geschehen. "Alle, auch der Bischofsrat in Chur, waren sich einig, dass die Sache möglichst schnell ein Ende finden und der Pfarrer Küssnacht verlassen muss", hieß es vonseiten der Diözese.

Bereits im Jahr 2011 hatte der Geistliche dem Bischof gemeldet, dass er Spielschulden habe. Laut dem Bistum wurde der Fall damals geklärt und dem Pfarrer die nötige Hilfe angeboten. Der Kirchenrat sei daher nicht in Kenntnis gesetzt worden. Auch angesichts der aktuellen Schulden habe man dem Pfarrer angeboten, in eine auf Spielsucht spezialisierte Klinik zu gehen sowie die Beratung durch einen Anwalt wahrzunehmen. "Der Pfarrer hat es jedoch vorgezogen, diese Angebote vorerst nicht anzunehmen aufgrund einer länger geplanten Reise in Bezug auf die Fußballweltmeisterschaft in Russland", so das Bistum. (tmg)

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