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Präsident Duterte will Familienplanung durch Verhütung steuern

Philippinen wollen Anti-Baby-Pille gratis verteilen

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Drei Blister mit der Pille.
Manila - Auf den mehrheitlich katholischen Philippinen sollen Frauen die Anti-Baby-Pille nach einem Erlass des umstrittenen Präsidenten Duterte künftig gratis erhalten. Wie reagiert die Kirche auf diese Entscheidung?

Auf den Philippinen sollen mehrere Millionen Frauen aus armen Bevölkerungsschichten die Anti-Baby-Pille und andere Verhütungsmittel künftig gratis erhalten. Präsident Rodrigo Duterte unterzeichnete dazu einen entsprechenden Erlass, wie die Behörden am Donnerstag mitteilten. Erwartet wird, dass die katholische Kirche Widerstand gegen die Entscheidung leistet.

Die Philippinen sind das einzige Land in Südostasien mit einer katholischen Bevölkerungsmehrheit. Von den etwa 103 Millionen Einwohnern sind mehr als 80 Prozent katholischen Glaubens. Nach einer Studie der Vereinten Nationen ist der Inselstaat aber auch das einzige Land in der Region, in der die Zahl der Teenager-Schwangerschaften noch steigt.

Armut durch Familienplanung bekämpfen

Duterte setzte sich mit dem Erlass über eine einstweilige Anordnung hinweg, den der oberste philippinische Gerichtshof nach einer ähnlichen Entscheidung seines Vorgängers Benigno Aquino erlassen hatte. Der Präsident begründete seine Politik damit, dass mit besserer Familienplanung auch die Armut besser bekämpft werden könnte. Nach Schätzungen könnten mindestens sechs Millionen Frauen die Hilfen in Anspruch nehmen.

Duterte ist seit Juni vergangenen Jahres im Amt. International hat er bislang vor allem durch das harte Vorgehen gegen Drogenhändler auf sich aufmerksam gemacht. (dpa)

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