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Aktion sei "unglücklich" gewesen

Polen: Priester bedauert Bücherverbrennung

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Cover des Buchs "Harry Potter und der Stein der Weisen" von 1998
Danzig - In Polen haben Gläubige am vergangenen Wochenende unter anderem "Harry Potter"- und "Twilight"-Bücher öffentlich verbrannt. Nun hat sich der Initiator der Aktion zu Wort gemeldet und die Bücherverbrennung erläutert.

Rafal Jarosiewicz hat sich für die von ihm mitinitiierte Verbrennung von Büchern und Gegenständen im polnischen Danzig entschuldigt. Die Aktion sei "unglücklich" gewesen, schrieb der Priester am Dienstagabend auf der Facebook-Seite seiner Stiftung "SMS vom Himmel". Sie sei nicht dazu gedacht gewesen, bestimmte Autoren, Religionen oder soziale Gruppen zu verurteilen.

Weiter heißt es in dem Statement, dass die Aktion keinen Angriff auf Bücher oder die Kultur an sich darstellen sollte. "Wenn jemand mein Handeln so interpretiert hat, würde ich mich an dieser Stelle gerne aufrichtig bei ihm entschuldigen", so Jarosiewicz. Zudem sei es bedauerlich gewesen, Fotos von der Zerstörung der Bücher und anderer mitgebrachter Gegenstände ohne Erklärung in den sozialen Netzwerken zu veröffentlichen. Um die Gemüter nicht noch weiter zu erhitzen, werde das entsprechende Material entfernt.

Jarosiewicz hatte gemeinsam mit anderen Geistlichen die Gläubigen am vergangenen Wochenende dazu aufgerufen, Bücher oder Gegenstände in den Gottesdienst mitzubringen, die in Verbindung mit Okkultismus stehen, etwa buddhistische Figuren und afrikanische Masken. Diese wurden dann wegen ihres "schädlichen Einflusses auf die Menschen" vor der Kirche verbrannt. Auf Bildern, die im Internet kursieren, sind unter anderem brennende "Harry Potter"- und "Twilight"-Bücher zu sehen. Kirchliche Vertreter kritisierten die Aktion. "Ich denke, diese Form ist unpassend", sagte ein Sprecher des Bistums Köslin-Kolberg (Koszalin-Kolobrzeg), in dem 2012 Jarosiewicz' Stiftung gegründet wurde, der polnischen katholischen Nachrichtenagentur KAI. Polnische Medien zogen Parallelen zu den Bücherverbrennungen der Nationalsozialisten. (mal)

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