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Angriff erfolgte im eigenen Pfarrhaus

Priester bei Messerangriff verletzt

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Bonn - In einer belgischen Kleinstadt wurde ein Pfarrer bei einem Messerangriff verletzt. Der Priester hatte dem Täter zuvor selbst die Tür geöffnet. Dieser hatte sich als Asylbewerber ausgegeben.

Danach habe der Mann jedoch Geld gefordert und schließlich zugestochen, als der Priester nicht zahlen wollte. Anschließend sei der Täter geflohen. Veanderlee wurde nach dem Angriff umgehend in ein Krankenhaus eingeliefert. Den Medienberichten zufolge trug er bei seinem Abwehrversuch vor allem Verletzungen an den Händen und Armen davon. Lebensgefährlich verletzt sei er aber nicht.

Vanderlee feierte im Juli den 40. seiner Priesterweihe und ist für acht Gemeinden in der Kleinstadt Lanaken in der Region Flandern zuständig. Zum Täter gibt es bisher unterschiedliche Angaben. Laut den örtlichen Behörden ist er kein Bewohner des Asylbewerberheims der Stadt. Deshalb wird spekuliert, ob es sich um einen Asylbewerber aus den benachbarten Niederlanden handeln könnte. Auch ist nicht auszuschließen, dass der Angreifer nur vorgegeben hat, ein Flüchtling zu sein, um sich Zutritt zum Haus zu verschaffen.

Keine Hinweise auf Verbindung zu Terror-Miliz

Nach dem terroristischen Angriff auf den französischen Priester Jaques Hamel in der vergangenen Woche sieht der Bürgermeister von Lanaken momentan aber keine Hinweise auf eine Verbindung zu einer Organisation wie der Terrormiliz "Islamischen Staat". "Obwohl wir geschockt sind, muss ich betonen, dass dieser Vorfall nicht mit terroristischen Akten in Verbindung gebracht werden kann. Zumindest nicht in diesem Stadium", so Marino Keulen. (bod)

Linktipp: Papst sieht die Welt "im Krieg"

Auf seinem Flug zum Weltjugendtag in Polen äußerte sich Papst Franziskus zu den jüngsten islamistischen Terroranschlägen. Den ermordeten Geistlichen Jacques Hamel nannte er einen "heiligen Priester".

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