Priester entführt und drei Tage lang gefoltert
Ein katholischer Priester im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa ist entführt und über drei Tage gefoltert worden. Clemente Morales Topete, Pfarrer in Culiacán, sei bedroht, geschlagen und an mehreren Körperteilen schwer verbrannt worden, teilte das zuständige Bistum Culiacán mit. Zugleich sei man erleichtert, dass der Geistliche mit dem Leben davongekommen ist; die Ermittlungen seien im Gange.
Morales war demnach Ende Oktober entführt und an einen unbekannten Ort gebracht worden. Seine Entführer hätten wiederholt mit seiner Tötung gedroht und Informationen verlangt, über die er nicht verfügt habe. Drei Tage später kehrte der Priester dann laut dem Bistum aus eigener Kraft zurück und fuhr mit seinem Auto zum Pfarrhaus.
Mit zahlreichen Verletzungen und schweren Verbrennungen habe man ihn in eine Klinik gebracht. Es bestehe keine unmittelbare Lebensgefahr; sein Zustand bessere sich. Die Genesung werde aber Zeit und viel medizinische und psychologische Betreuung erfordern, hieß es weiter.
"Reden und Statistiken reichen nicht aus"
Bischof Jesús José Herrera Quiñónez verurteilte die Tat und forderte von den Behörden konkrete Fortschritte bei der Bekämpfung von Gewalt und für die Sicherheit der Bevölkerung. An die Täter appellierte er, ihre Gewalt gegen menschliches Leben zu beenden. "Reden und Statistiken reichen nicht aus, um Frieden wiederherzustellen", mahnte er. Auch dürfe die Rückkehr des Priesters nicht das Schicksal jener Menschen vergessen lassen, die weiter vermisst werden.