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Wegen Äußerungen, die "nicht mit dem Lehramt der Kirche übereinstimmen"

Protest gegen Amtsenthebung eines liberalen Priesters

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Mailand - Er ist für Abtreibungen, Sterbehilfe und Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare. Wegen dieser Einstellungen wurde ein italienischer Priester nun seines Amts enthoben. Doch in seiner Pfarrei regt sich Widerstand, mit einem Brief an die höchste Stelle.

Im norditalienischen Bistum La Spezia gibt es einen Konflikt um einen amtsenthobenen Priester. Wie die italienische Zeitung "Corriere della Sera" (Donnerstag) berichtete, gründeten Mitglieder seiner Gemeinde im Ort Bonassola ein Komitee mit dem Namen #iostoconDonGiulio (Deutsch: Ich stehe zu Don Giulio"). Für kommenden Sonntag wurde laut der Zeitung eine Solidaritätskundgebung auf dem Kirchplatz der 800-Seelen-Hafengemeinde angekündigt.

Der Priester Giulio Magnani war von Diözesanbischof Luigi Palletti seines Amtes enthoben worden, weil er trotz einer bischöflichen Verwarnung wiederholt öffentliche Äußerungen getätigt habe, die "nicht mit dem Lehramt der Kirche übereinstimmen". Laut dem Zeitungsbericht soll er unter anderem Abtreibungen und Sterbehilfe befürwortet und sich für die Segnung homosexueller Paare ausgesprochen haben. Der Bischof hatte ihm bereits im Dezember 2021 die Suspendierung angedroht, falls er seine Äußerungen wiederhole.

Gemeindemitglieder, die zu ihm stehen, haben laut "Corriere" einen Protestbrief an Papst Franziskus verfasst. "Don Giulio hat sich immer für die Ausgegrenzten und die Leidenden eingesetzt. Warum nehmen sie uns unseren besten Priester weg?", heißt es in dem Schreiben. (KNA)

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