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36-Jähriger bat um religiöse Zustimmung zur "Tötung eines Aggressors"

Rabbiner verhindert Anschlag auf Israels Generalstaatsanwältin

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Jerusalem - Innenpolitisch herrscht in Israel seit langem ein scharfer Ton. Jetzt machte sich bei einer der höchsten geistlichen Autoritäten offenbar ein Mann anheischig, eine missliebige Juristin aus dem Weg zu räumen.

Der frühere Oberrabbiner Jitzchak Josef in Israel hat möglicherweise einen Mordanschlag auf die Generalstaatsanwältin des Landes verhindert. Wie die Zeitung "Haaretz" (Samstag) meldete, hatte ein 36-jähriger Mann den Geistlichen um dessen religiöse Zustimmung zur "Tötung eines Aggressors" ersucht. Dabei bezog er sich laut den Angaben konkret auf die regierungskritische Generalstaatsanwältin Gali Baharav-Miara. Josef wandte sich daraufhin an die Behörden. Der Verdächtige wurde am Freitag in Jerusalem festgenommen.

Die von nationalreligiösen Koalitionspartnern getragene Regierung Benjamin Netanjahus und die Generalstaatsanwältin liegen seit Monaten im Clinch, unter anderem wegen der von Baharav-Miara kritisierten Justizreform und des Schutzes der Medienfreiheit. In einer zunehmend aufgeheizten Atmosphäre erklärte das Kabinett die Juristin Anfang August für abgesetzt. Im israelischen Rechtssystem spielt die Generalstaatsanwältin eine wichtige Rolle für die Sicherung rechtsstaatlicher Prinzipien. (KNA)

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