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US-Bischofsberater Weinandy ist nicht mehr im Amt

Rücktritt nach kritischem Brief an den Papst

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Bonn - Der Papst stifte Verwirrung unter den Gläubigen und ernenne Bischöfe, die Schädliches lehren: Nach der Veröffentlichung eines kritischen Briefes an Franziskus ist ein US-Bischofsberater zurückgetreten.

Der Kapuzinerpater Thomas Weinandy ist nach einem kritischen Brief an Papst Franziskus nicht mehr für die US-amerikanische Bischofskonferenz tätig. Sein Amt als Berater der Glaubenskommission habe der Geistliche "mit sofortiger Wirkung" niedergelegt, hieß es am Mittwoch in einer Erklärung der Bischofskonferenz. Weinandy, der als renommierter Theologe gilt, war vormals Leiter der Glaubenskommission und ist zusätzlich Mitglied der päpstlichen  Internationalen Theologischen Kommission.

Weinandy hatte vor wenigen Tagen mit der Veröffentlichung eines mehrseitigen Briefes an Papst Franziskus vor allem im englischen Sprachraum für Aufsehen gesorgt. In dem Schreiben, das bereits auf den 31. Juli datiert ist, warf er dem Kirchenoberhaupt unter anderem vor, mit seiner Amtsführung "chronische Verwirrung" unter den Gläubigen zu stiften und die Wichtigkeit der Glaubenslehre im Leben der Kirche zu schmälern.

Kultur der Angst

Dabei nimmt Weinandy auch Bezug auf das Papstschreiben "Amoris laetitia", das seiner Ansicht nach absichtlich mehrdeutige Passagen beinhalte. Zudem kritisiert der Theologe, dass Franziskus Bischöfe ernannt habe, die schädlich handeln und falsche Lehren verbreiten würden. Unter den übrigen Bischöfen herrsche durch das Pontifikat des derzeitigen Papstes eine Kultur der Angst, und die einfachen Gläubigen verlören zunehmend das Vertrauen in die Kirche.

Seine "Liebe zur Kirche und aufrichtige Achtung" seien die Beweggründe für den Brief gewesen, schreibt Weinandy. Die derzeitige "Dunkelheit" müsse erkannt werden und die Kirche sich demütig erneuern. Der Webseite "Crux", die das Schreiben veröffentlicht hatte, sagte der Theologe, er habe sich nach langem Gebet zu dem Brief entschlossen. Jesus Christus, so Weinandys Auffassung, habe ihn dazu ermutigt.

Kurz nach Veröffentlichung des Schreibens teilte die US-Bischofskonferenz nun mit, Weinandy habe seinen Posten als Berater gekündigt. Gleichzeitig betonen die Bischöfe, die Arbeit der Glaubenskommission geschehe "in Unterstützung für und affektiver Kollegialität mit dem Heiligen Vater". Weinandy selbst gab laut dem Portal "The Catholic World Report" an, von den Bischöfen zum Rücktritt gedrängt worden zu sein. (tmg)

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