Sauber die Kirche geputzt!
Eine Londoner Kirchengemeinde bietet ab sofort ethisch korrekte Putzdienstleistungen an. Das Unternehmen "Clean for Good" wurde von der anglikanischen Kirche St. Andrew-by-the-Wardrobe ins Leben gerufen und will auf "saubere Weise säubern", wie britische Medien berichten. Ziel sei es, eine faire Arbeitsumgebung in einer Branche zu schaffen, die für schlechte Bezahlung und Ausbeutung bekannt sei. Unter den ersten Kunden seien mehrere anglikanische Kirchen.
Gegen Niedriglöhne und unsoziale Arbeitszeiten
Mitglieder der City-Gemeinde hätten festgestellt, dass auch die von ihnen engagierten Reinigungskräfte zu unfairen Bedingungen arbeiteten. Die gesamte Londoner Innenstadt funktioniere nur durch "eine kleinen Armee" von Niedriglohnempfängern, die unsoziale Arbeitszeiten hätten. Gegen diese Umstände wolle "Clean for Good" angehen.
Die Mitarbeiter der Firma erhalten demnach statt dem landesweiten Mindestlohn von 7,50 Pfund (ca. 8,40 Euro) pro Stunde den sogenannten "Living Wage" von 9,75 Pfund (ca. 10,90 Euro), der die hohen Lebenshaltungskosten in der britischen Hauptstadt berücksichtigt. Die Angestellten bekämen mehr als den landesweit vorgeschriebenen Mindestlohn. Zudem gebe es feste Arbeitszeiten, bezahlten Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, versicherte die Managerin von "Clean for Good", Catherine Pearson. Die Kirche setze mit dieser Firma "außerhalb ihrer Mauern" ein gutes Beispiel und engagiere sich aktiv für soziale Gerechtigkeit. Ein Wohlfahrtsprojekt sei "Clean for Good" aber nicht, betonte Pearson. (kim/KNA)