Schick besucht katholische Kirche der Türkei
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick will katholische Bischöfe in der Türkei treffen. Am kommenden Sonntag beginnt der "Weltkirchebischof" der Deutschen Bischofskonferenz eine mehrtägige Reise in das offiziell laizistische Land, wie die Bischofskonferenz am Freitag mitteilte.
Demnach soll Schick unter anderem die Bischöfe von Istanbul und Izmir treffen, welche beide erst seit kurzem im Amt sind. Drei der sieben katholischen Bistümer in der Türkei erhielten in der jüngeren Vergangenheit neue Bischöfe.
Erfahrungsaustausch zur Flüchtlingshilfe
Neben der Begegnung mit der katholischen Diasporakirche sei eine Vertiefung ökumenischer Kontakte ein weiteres Ziel der Reise. So werde Schick vom Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios I., in einer Privataudienz empfangen. Darüber hinaus strebe Schick, der Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Bischofskonferenz ist, einen intensiven Erfahrungsaustausch über die Flüchtlingshilfe an. Auf dem Reiseplan stünden demnach Besuche bei Hilfsprojekten für Geflüchtete der Caritas sowie der Salesianer Don Boscos.
Bereits im April des Jahres besuchte Schick Flüchtlingseinrichtungen in Syrien, Jordanien und dem Nordirak. Im Jahr 2015 war er im Libanon mit Geflüchteten und Helfern zusammengetroffen. Im November 2015 nahm der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, am orthodoxen Andreasfest in Istanbul teil. (kim)
Mit Sorge haben die deutschen Bischöfe die Verstaatlichung einiger Kirchen in der Türkei zur Kenntnis genommen. Sie fordern die Regierung auf, die Religionsfreiheit strikt zu beachten.