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Vor 100 Jahren Aussöhnung der beiden Länder

Schweiz prüft eigenen Vatikan-Botschafter

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Zürich - Vor 100 Jahren nahmen die Schweiz und der Heilige Stuhl diplomatische Beziehungen auf – einen eigenen Vatikan-Botschafter des Landes gibt es jedoch nicht. Das könnte sich ändern, auch wenn es Fallstricke gibt.

Die Schweiz prüft, ob sie einen residierenden Botschafter in den Vatikan entsenden will. "Das prüfen wir zurzeit auf Wunsch des Vatikans", sagte der für auswärtige Angelegenheiten zuständige Bundesrat Ignazio Cassis am Freitag dem Internetportal "kath.ch". Man vertrete in gewissen Bereichen ähnliche Werte und Interessen.

100 Jahre nach der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen sei es an der Zeit, "ein neues Kapitel zwischen der Schweiz und dem Heiligen Stuhl aufzuschlagen", so Cassis. Bei den Überlegungen zu einem residierenden Botschafter spielten jedoch unter anderem finanzielle Fragen eine Rolle. "Es gibt noch keinen Entscheid."

Momentan hat die Schweiz nur einen nicht-residierenden Botschafter beim Heiligen Stuhl. Schweizer Interessen beim Vatikan vertritt der eidgenössische Botschafter in Slowenien mit Sitz in Ljubljana. Im Zuge des Kulturkampfes hatte die Schweiz 1873 den Botschafter des Vatikans des Landes verwiesen. Schweizer im Vatikan gab es allerdings stets einige, etwa durch die Schweizergarde. (cph)

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