Selbstmörder hinterlässt der Kirche sein Vermögen
Die Brüder, beide Ärzte, besaßen laut italienischen Medien ansehnliche Immobilien und Unternehmensbeteiligungen, unter anderem 30 Prozent eines privaten Pflegeheims. Wie lokale Online-Medien am Donnerstag weiter berichteten, bestätigte die Staatsanwaltschaft, neben den beiden Leichnamen sei ein "einem handschriftlichen Testament vergleichbares" Dokument mit dem Vermächtnis gefunden worden. Einer ersten Rekonstruktion zufolge hatte Giulio Delfini am Montag seinen Bruder in ihrem gemeinsamen Haus, einem historischen Palast im Zentrum Modenas, tot aufgefunden und sich in einer spontanen Reaktion selbst das Leben genommen.
Laut den Berichten lebten die Brüder sehr zurückgezogen, aber in enger Anbindung an die Kirche. Die Staatsanwaltschaft prüfe die genaue Todesursache, gehe aber nicht von einem Verbrechen aus. Auch müsse nach möglichen Verwandten mit Erbansprüchen geforscht werden. Vom Erzbistum Modena gab es zunächst keine Stellungnahme. (KNA)