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Die Initiative des Priesters brachte ihm Lob und Kritik ein

Sie haben nicht abgetrieben - 1.000 Euro vom Pfarrer

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Geldscheine
Padua - Ein Priester gab Frauen Geld, die ihre Schwangerschaft zuerst abbrechen wollten, dann aber doch ihr Kind bekamen. Dafür gab es Lob aus dem Vatikan. Doch nicht überall fand die Initiative Zuspruch.

Mit einer ungewöhnlichen Initiative zum Lebensschutz hat ein Pfarrer in Italien Aufsehen erregt: Don Marco Sacattolon gab Frauen, die ihr Kind ursprünglich abtreiben wollten, sich aber dann doch dagegen entschieden, 1.000 Euro. Laut italienischen Medienberichten erhielten bislang insgesamt sechs Frauen diese finanzielle Unterstützung, die zuvor bei dem Priester aus der Nähe Paduas Hilfe gesucht hatten und daraufhin einen derartigen Gesinnungswandel vollzogen.

Lob gab es für diese Initiative aus dem Vatikan. "Ihr Verhalten ist ein leuchtendes Vorbild für den immensen Wert des menschlichen Lebens und dessen Unterstützung und sagt mehr, als 1.000 Predigten und Unterweisungen", heißt es in einem Schreiben des päpstlichen Botschafters in Italien an den Geistlichen, Erzbischof Emil Paul Tscherrig. Darin übermittelte dieser im Namen des Papstes "aufrichtige Wertschätzung" für den italienischen Geistlichen.

Kritik kam aus der Politik. Die stellvertretende Vorsitzende der Demokratischen Partei in Padua, Michela Lorenzato, schrieb in einem Offenen Brief, das einzig richtige in einer solchen Situation sei, Schwangere darüber zu informieren und sie dann selbst entscheiden zu lassen. Man müsse lernen, die Entscheidungen der Frauen zu respektieren. (tja)

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