Suche
Washingtons Kardinal kritisiert Veranstaltung an katholischer Universität

Streit um Auftritt für "Planned Parenthood"

Dieser Inhalt ist nur erlaubt, wenn Sie Cookies vom Typ "readspeaker" zulassen.

Georgetown University
Washington - "Planned Parenthood" wird wegen Abtreibungen kritisiert. Nun trat die Chefin der US-Organisation an einer katholischen Uni auf. Der Washingtoner Kardinal Wuerl kritisiert die Hochschule dafür.

Washingtons Kardinal Donald Wuerl kritisierte die nichtöffentliche Veranstaltung als "außerhalb der katholischen Tradition" stehend. Eine katholische Universität solle Personen keine Bühne bieten, die sich für Abtreibungen einsetzten. Richards verteidigte den Berichten zufolge in ihrem Vortrag die Positionen von "Planned Parenthood". Laut der Uni-Zeitung "The Hoya" sagte sie, die Entscheidung, ein Kind zu haben, sei "die persönlichste Entscheidung von allen". Sie glaube nicht, "dass dies eine Entscheidung ist, die Politiker treffen sollten".

Demonstranten: Keine staatlichen Subventionen für "Planned Parenthood"

Vor dem Hörsaal protestierten Demonstranten gegen den Auftritt von Richards. Auf dem Rasen vor dem historischen Campus hatten Studenten 3.562 rote und blaue Fähnchen in den Boden gesteckt, die optisch die Zahl der täglichen Abtreibungen in den USA illustrieren sollten. Die Demonstranten forderten einen Entzug der staatlichen Subventionen für "Planned Parenthood". In einer Erklärung der Universität hieß es, Georgetown sei "dem freien Austausch von Ideen verpflichtet". Das gelte auch, wenn diese "schwierig, kontrovers und zu beanstanden" seien. Richards habe für ihren Auftritt kein Geld der Hochschule erhalten.

"Planned Parenthood" betreibt in den USA ein Netz von 700 Gesundheitszentren und erhält dafür 530 Millionen Dollar (rund 467 Millionen Euro) Subventionen aus der Staatskasse. Die Kontroverse dreht sich vor allem um rund 300.000 Abtreibungen, die jährlich in Kliniken der Organisation durchgeführt werden. Insgesamt nehmen jedes Jahr 2,7 Millionen Patienten Leistungen von "Planned Parenthood" in Anspruch. (KNA)

Linktipp: Jäger und Gejagte

Die Ermittlungen gegen "Planned Parenthood" im US-Bundesstaat Texas haben eine unerwartete Wende genommen. Anstelle des größten Anbieters von Abtreibungen in den USA finden sich nun dessen Gegner auf der Anklagebank wieder. So kam es dazu.

Zum Artikel
kna-katholisch-swarm-node3 (0.014s)