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Archäologen machen möglichen Sensationsfund

Taufte hier der heilige Philippus?

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Am Taufbecken einer Kirche steht das Chrisamöl und eine Wasserkaraffe für eine Taufe bereit.
Jerusalem - Immer wieder entdecken Archäologen im Heiligen Land Orte, die sie als biblische Stätten identifizieren. Jetzt gibt es einen neuen Fund. Dort soll sich eine Episode der Apostelgeschichte abgespielt haben.

Israelische Archäologen haben möglicherweise eine weitere biblische Stätte gefunden: Im "Ein Hanniya Park" – einer antiken christlichen Stätte nahe Jerusalem – entdeckten sie Medienberichten zufolge ein mindestens 1.500 Jahre altes Wasserbecken aus byzantinischer Zeit. Die Forscher vermuten, dass an dieser Stelle bereits der in der Bibel erwähnte Diakon Philippus getauft haben könnte. Das Becken "wurde im Zentrum eines weiträumigen Komplexes errichtet – am Fuße einer Kirche, die hier einst stand", sagte die Grabungsleiterin der Israelischen Antikenverwaltung, Irina Zilberbod. Dieses Areal ist dem Forscherteam zufolge über einem noch älteren Komplex errichtet worden – jener Stätte, an der schon frühchristliche Autoren die biblische Taufstelle verortet hätten.

Philippus war einer der sogenannten "Sieben Diakone", die die Jerusalemer Urgemeinde zur Unterstützung der Apostel ausgewählt hatten. Er ist von dem Apostel gleichen Namens zu unterscheiden. Laut der Apostelgeschichte taufte Philippus den Kämmerer des äthiopischen Königshauses – nach anderer Übersetzung einen "Eunuchen" –, was vielfach als Beginn der Äthiopischen Kirche gewertet wurde (Apg 8,26-40).

Verwendungszweck unbekannt

"Die Taufe des Eunuchen durch den heiligen Philippus war eines der Schlüsselereignisse bei der Ausbreitung des Christentums", sagte der Jerusalemer Archäologe Dr. Yuval Baruch. Deshalb hätte die Suche nach der Taufstelle bereits Generationen von Gelehrten beschäftigt. Zurzeit ist laut Archäologin Zilberbod jedoch noch unklar, wofür das jüngst entdeckte Becken genau verwendet wurde – ob für Bewässerung, Waschungen oder tatsächlich bei Taufzeremonien.

Immer wieder berichten Archäologen, sie hätten biblische Stätten im Heiligen Land entdeckt. Die vermeintlichen Originalschauplätze dominieren schnell die Schlagzeilen und führen zu einem Anwachsen der Pilgerzahlen an den entsprechenden Orten. Erst vor wenigen Monaten wurde vermeldet, dass Bethsaida, der Heimatort des Apostels Petrus, entdeckt worden sei. (tmg)

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