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Der unheilbar Krebskranke Bischof Geoffrey Robinson will vor Missbrauchskommission aussagen

Todkranker Bischof will zu Missbrauch aussagen

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Sydney - Der unheilbar an Krebs erkrankte katholische Bischof Geoffrey Robinson will vor der staatlichen australischen Missbrauchskommission aussagen. "Besser, sie nehmen meine Aussage jetzt auf, als dass sie warten", sagte der 78-Jährige dem australischen Sender ABC (Sonntag).

"Besser, sie nehmen meine Aussage jetzt auf, als dass sie warten", sagte der 78-Jährige dem australischen Sender ABC (Sonntag). Er werde dem Ausschuss mitteilen, was er über den Umgang der Kirche mit Missbrauchsfällen wisse, "das Gute und das Schlechte".

Robinson, von 1984 bis zu seiner Bitte um vorzeitige Entpflichtung 2004 Weihbischof in Sydney, war früher als Mitglied und Leiter des bischöflichen Komitees für berufliche Standards unter anderem für die Reaktion auf Missbrauchsklagen verantwortlich. Zwischen 1994 und 2003 spielte er eine Schlüsselrolle in der kircheninternen Aufklärung des Missbrauchsskandals. 2002 appellierte er an Papst Johannes Paul II. (1978-2005), eine weltweite Untersuchung in der katholischen Kirche auf den Weg zu bringen.

2013 verlangte Robinson mit zwei weiteren emeritierten Bischöfen in einer Petition ein neues Konzil unter Beteiligung katholischer Laien. Anders ließen sich notwendige Reformen für eine wirksame Prävention sexuellen Missbrauchs nicht durchsetzen, argumentierte Robinson. Zuvor äußerte er die Auffassung, wenn die Hälfte der Priester Frauen wären, gebe es weniger sexuelle Übergriffe und eine bessere Reaktion auf Missbrauchsfälle. (KNA)

Themenseite: Missbrauch

Der Missbrauchsskandal erschütterte die katholische Kirche in ihren Grundfesten. Seit 2010 die ersten Fälle bekannt wurden, bemüht sich die Kirche um Aufarbeitung der Geschehnisse. Katholisch.de dokumentiert die wichtigsten Etappen.

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