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Trauer in Polen

Tödliche Schüsse in Polen - Krakauer Kardinal mahnt zum Zusammenhalt

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Krakau - Sechs Tote, mehrere Verletzte - auf dem Hauptplatz von Krakau hat ein Attentäter wahllos auf Menschen geschossen. Krakaus Erzbischof sendet eine Botschaft gegen Gewalt und Hass.

Im polnischen Krakau hat ein Angreifer sechs Menschen getötet und mindestens 15 verletzt. Nach Angaben der Polizei schoss ein polnischer Staatsbürger am Samstagnachmittag aus einem Auto wahllos auf Passanten auf dem historischen Hauptplatz der Großstadt. Der Täter sei von der Polizei angeschossen und in eine Klinik gebracht worden.

Bei den Todesopfern handele es sich um vier Frauen und zwei Männer. Der Täter, ein 24-jähriger Mann aus der Woiwodschaft Heiligkreuz im Südosten des Landes, soll nach ersten Erkenntnissen "sehr radikale Ansichten" vertreten haben, wie Polens Innenminister Marcin Kierwiński sagte. Es gebe Anzeichen dafür, dass er von rechtsextremistischen Ideologien fasziniert gewesen sei, auch wenn dies noch näher überprüft werden müsse. Regierungschef Donald Tusk sprach von einem "tragischen Anschlag" und einem Akt des "Terrorismus". Er sprach den Angehörigen der Opfer sein tiefes Beileid aus. Tusk rief zugleich alle politischen Lager auf, diese Tat nicht zu instrumentalisieren.

"Es hätte jeder von uns sein können"

Krakaus Erzbischof, Kardinal Grzegorz Rys, erklärte, zum Tatzeitpunkt habe "jeder von uns auf dem Marktplatz sein können, genau dort, wo die Kugeln zufällige, nichts ahnende Menschen trafen". Er mahnte gesellschaftlichen Zusammenhalt an. Man könne in einem solchen Moment nicht gleichgültig bleiben. "Wir wollen und müssen zusammen sein", betonte Rys.

"Gewalt, Aggression und Hass haben uns erneut auf eine Weise getroffen, die alle Grenzen überschreitet", so der Kardinal. Am Sonntagnachmittag werde es in der Marienkirche am Marktplatz einen Gottesdienst geben, um die Verbundenheit mit den Opfern und den Widerstand gegen Hass und Gewalt auszudrücken.

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