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Reporter ohne Grenzen stellen Jahresbilanz vor

Über 200 Journalisten werden verfolgt

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Der Schatten eines Mannes ist umrahmt vom Schatten der Gitterstäbe einer Gefängnistür.
Berlin - Über 200 Journalisten weltweit sind derzeit entführt oder in Haft, wie die "Reporter ohne Grenzen" in ihrem Jahresbericht bilanzieren. Laut der Organisation ragt die Türkei als das Land mit den meisten Fällen von Repression gegen Pressevertreter hervor.

Acht Journalisten sind im Laufe dieses Jahres verschwunden. Über ihr Schicksal liegen ROG nach eigenen Angaben keine verlässlichen Informationen vor. Im Gefängnis sitzen wegen ihrer Arbeit laut der Organisation derzeit 153 hauptberufliche Journalisten, die meisten davon in China, Ägypten, Iran, Eritrea und der Türkei. Im Vorjahr waren es 178. Mit Blick auf die Gesamtzahl sticht ROG zufolge die Türkei als das Land mit den meisten Fällen heraus. Die Menschenrechtler sehen darin einen "deutlichen Beleg für die Zunahme der staatlichen Repressionen" in dem Land.

Die Gruppe der Staaten mit den meisten Journalisten in Haft ist ansonsten weitgehend unverändert; allerdings steht nach China mittlerweile Ägypten mit 22 Inhaftierten an zweiter Stelle. Zusätzlich zu den weltweit 153 hauptberuflichen Journalisten sind den Angaben zufolge derzeit 161 Bürgerjournalisten und 14 Medienmitarbeiter inhaftiert. Den zweiten Teil der Jahresbilanz mit den Zahlen getöteter Journalisten sowie den gefährlichsten Regionen will ROG am 28. Dezember veröffentlichen. (KNA)

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