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Soziale Kürzungen widersprechen katholischem Glauben

US-Bischöfe kritisieren Trumps Budgetplan

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Die Flagge der Vereinigten Staaten von Amerika.
Washington - US-Präsident Donald Trump hat seinem Land eine Budgetkürzung von mehr als 50 Milliarden Dollar verordnet. Einige US-Bischöfe kritisieren, dass es besonders die "Schutzbedürftigsten" treffe.

Der Haushaltsentwurf des US-Präsidenten Donald Trump für 2018 stößt bei Bischöfen und katholischen Organisationen im Land auf vehementen Widerstand. Der Erzbischof von Louisville (Kentucky), Joseph Kurtz, betonte, die geplanten Kürzungen bei sozialen Diensten widersprächen sowohl dem katholischen Glauben als auch amerikanischen Grundsätzen. "Wir haben als Nation gelernt, dass unser Wert danach beurteilt wird, wie wir die Schutzbedürftigsten unter uns behandeln", sagte der ehemalige Vorsitzende der US-Bischofskonferenz laut dem Pressedienst CNA (Sonntag Ortszeit).

Erzbischof fordert "gerechte Regierungspolitik"

Der am 23. Mai veröffentlichte Haushaltsentwurf, der nun dem Kongress vorliegt, sieht Kürzungen im Sozial- und Bildungsbereich von rund 52 Milliarden US-Dollar allein im kommenden Jahr vor. Über die nächsten zehn Jahre sollen die Unterstützungen für Bedürftige, für die Gesundheitsversorgung, internationale Hilfe, Bildung und Umweltschutz um 3,6 Billionen US-Dollar schrumpfen.

Erzbischof Kurtz sagte weiter, die Kirche erfülle ihre Verantwortung für die Armen nicht nur durch karitatives Handeln, sondern auch durch das Eintreten für eine "gerechte Regierungspolitik". Kurtz war von 2013 bis 2016 Bischofskonferenz-Vorsitzender in den USA.

Linktipp: Mehr Konflikt als Übereinstimmung

Papst Franziskus und der künftige US-Präsident Donald Trump könnten eigentlich nicht unterschiedlicher sein. Zwischen ihren politischen Zielen liegen Welten - es gibt jedoch auch Gemeinsamkeiten.

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Bischof Frank Dewane aus Venice (Florida) sagte, es gehe bei einem Haushaltsentwurf nicht nur um Defizitabbau und Verteidigungskosten. Ein Budget sei immer auch ein moralisches Dokument, sagte er dem katholischen Nachrichtendienst CNS. "Direkt hinter den Zahlen stehen Menschen wie du und ich."

Bischof von Des Moines schlägt Fasttag vor

Auch Schwester Donna Markham, Präsidentin der katholischen Wohltätigkeitsorganisationen der USA, zeigte sich "tief irritiert". Sie sieht einen grundlegenden Werte-Dissens zwischen der Trump-Regierung und Gläubigen.

Bischof Richard Pates von Des Moines (Iowa) schlug aus Sorge über den Budgetplan einen Tag des Fastens und Gebets am 21. Tag eines jeden Monats bis Dezember 2018 vor, wenn die aktuelle Sitzungsperiode des Kongresses endet.

Dan Misled, Direktor des katholischen Klima-Covenants, sagte, es scheine, dass der Wert des Unternehmensgewinns über den der Gesundheit der Menschen gestellt werde.

Bis zum 30. September muss der Haushalt für 2018 von beiden Häusern des Kongresses abgesegnet werden. Noch nie ging ein Etat-Entwurf eines Präsidenten ohne Korrekturen durch Repräsentantenhaus und Senat. Schon jetzt zeichnet sich auch im republikanischen Mehrheitslager im Kongress Widerstand gegen das Ausmaß der Kürzungen im Sozialbereich ab. (KNA)

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