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Jesuit Conroy fühlte sich zunächst zum Rücktritt gedrängt

US-Parlamentsseelsorger bleibt nun doch im Amt

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Der Jesuit Patrick Conroy war von 2011 bis 2018 Seelsorger des US-Abgeordnetenhauses.
Washington - Zunächst war der Jesuit Patrick Conroy von seinem Amt als US-Parlamentsseelsorger zurückgetreten. Nun sagt er: Wenn der republikanische Kongressprecher noch immer wolle, dass er sein Amt niederlege, müsse er ihn feuern.

Knapp zwei Wochen nach seiner Rücktrittserklärung hat der Seelsorger des US-Abgeordnetenhauses nun doch seinen Verbleib im Amt angekündigt. Der Jesuit Patrick Conroy habe Kongresssprecher Paul Ryan über seinen Schritt informiert, wie der Pressedienst CNA am Freitag berichtet. Wenn der Republikaner noch immer wolle, dass er sein Amt niederlege, müsse er ihn feuern, habe der Pater am Donnerstag (Ortszeit) an Ryan geschrieben. Ryan erklärte daraufhin, er akzeptiere den Brief des Paters. Er könne in der Position des Abgeordentenseelsorgers bleiben. Conroys Rückzug sollte zum 24. Mai erfolgen. Er ist seit 25. Mai 2011 im Amt.

"Meine ursprüngliche Entscheidung habe ich nach dem getroffen, was ich für das beste für diese Institution hielt", so Ryan. Er habe damit sicherstellen wollen, dass das Haus die Art von seelsorglichen Diensten erhält, "die es verdient", so der Katholik. "Es ist meine Aufgabe als Sprecher zu tun, was das Beste für diesen Apparat ist. Und ich weiß, dass ihm nicht gut gedient ist mit einem langwierigen Kampf über so einen wichtigen Posten." Er plane für kommende Wochen ein Gespräch mit Conroy, erklärte Ryan.

Conroy hatte Ende April seinen Rücktritt bekanntgegeben. In seinem Brief vom Donnerstag führte er aus, Ryans Personalchef Jonathan Burks habe ihm mitgeteilt, dass dieser ihn zum Rücktritt auffordere. "Vielleicht ist es Zeit, dass wir einen Kaplan bekommen, der kein Katholik ist", zitierte Conroy den Personalchef.

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Die politische Debatte in Washington dreht sich derzeit auch um einen katholischen Priester: Der Jesuit Patrick Conroy musste sein Amt als Parlamentsseelsorger aufgeben. Rätsel geben die Gründe auf.

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Burks habe auf ein Morgengebet des Paters vom 6. November angespielt, das als Kritik an der umstrittenen Steuerreform der Republikaner aufgefasst worden war. Damals hatte er formuliert: "Mögen ihre Mühen in diesen Tagen dafür sorgen, dass es unter den neuen Steuergesetzen keine Gewinner oder Verlierer gibt, sondern einen gerechten und geteilten Nutzen für alle Amerikaner."

Der Jesuit sagte, er sei niemals zurechtgewiesen worden und habe während seiner fast sieben Jahre als Parlamentskaplan keinerlei Klagen über seine Amtsführung erhalten. Er habe sich durch Ryan zum Rücktritt gedrängt gefühlt, doch nach dessen Äußerungen in den Medien seine Meinung geändert. Der Sprecher erklärte vergangene Woche, einige Kongressabgeordnete hätten Bedenken mit Blick auf Conroy; er sei nicht in der Lage, sich angemessen um die spirituellen Belange einiger Parlamentarier zu kümmern.

"Tatsächlich ist so eine Kritik niemals gegen mich erhoben worden während meiner Amtszeit als Hauskaplan. Zumindest hätte ich dann versuchen können, diese 'Fehler' zu korrigieren", unterstrich der Geistliche. Er wolle nunmehr den Rest seiner bis 2019 dauernden Amtszeit erfüllen und anschließend eine Fortsetzung anstreben, sofern er nicht von Ryan gefeuert werde. (KNA)

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