Weihbischof versteigert seinen Bischofsring für mehr als 13.000 Euro
Der Krakauer Weihbischof Damian Muskus hat seinen Bischofsring für rund 13.000 Euro versteigert. Die Auktion fand auf Facebook für das das schwer erkrankte Mädchen Zosia Pająk statt. Er hoffe mit seiner Aktion "Zosia Hoffnung auf ein glückliches und sicheres Leben zu geben", schrieb der Weihbischof nach Auktionsschluss am Sonntag den Bietern.
Muskus bot den Ring vergangene Woche in einer Spendengruppe zugunsten des Mädchens an. Er wolle seinen silbernen Bischofsring mit franziskanischem Tau-Kreuz der Spendensammlung beisteuern. "Ich verheimliche nicht, dass ich ihn gerne getragen haben, denn er ist nicht golden", ergänzte der Bischof. Nun möchte er den Ring in gute Hände geben. "An einen Sammler von Bischofsinsignien, oder an jemanden, der denkt, dass es wert ist, so eine einzigartige Kleinigkeit zu haben." Zuvor hatte Muskus schon Rosenkränze, die er vom Papst bekommen habe, versteigert.
Viele Sympathiebekundungen
Die Facebook-Aktion brachte dem Bischof viele Sympathiebekundungen ein. Schnell erhöhten sich die Gebote. Immer wieder beteiligte sich Muskus in der Kommentarspalte. So erklärte er, dass der Ring aufgrund seiner Einheitsgröße jedem passe und machte Werbung für die Auktion. Der Endbetrag setzt sich aus drei in letzter Sekunde gegebenen Geboten und einer Extraspende des polnischen Franziskaner-Provinzials, Leonard Bielecki, zusammen.
Mit dem Geld soll der im März 2022 geborenen Zosia Pająk eine zwei Millionen Euro teure Gentherapie ermöglicht werden. Das Mädchen leidet an Spinaler Muskelatrophie (SMA). Diese genetisch bedingte Krankheit führt zum Sterben von Nervenzellen, die Signale an Muskeln senden. Bei Neugeborenen kann die Erkrankung schnell voranschreiten, zum Verschwinden fast aller Muskelgruppen und letztlich zu vollständiger Lähmung, Atemverlust und Tod führen.
Damian Muskus ist seit 2011 Weihbischof der polnischen Erzdiözese Krakau. Er gehört seit 1987 dem Franziskanerorden an. (ben)