Zahl der Ständigen Diakone in den USA rückläufig
In den USA droht ein Mangel an Ständigen Diakonen. Zwar zählt die Kirche im Jahr 2024 noch über 20.000 Diakone, doch der Nachwuchs bleibt aus – mehr Diakone scheiden aus dem aktiven Dienst aus, als neu geweiht werden. Dies geht aus einem aktuellen Bericht der US-Bischofskonferenz (USCCB) hervor, wie die Nachrichtenagentur "OSV News" am Samstag berichtete.
Das "Center for Applied Research in the Apostolate" an der Georgetown University hat die demografischen Daten erhoben. Demnach wurden 2024 insgesamt 393 neue Ständige Diakone geweiht, während 545 aus dem aktiven Dienst ausschieden und weitere 361 verstarben. 96 Prozent der aktiven Diakone sind über 50 Jahre alt, 38 Prozent sogar 70 oder älter. Die Umfrage wurde zwischen Februar und Mai unter 140 von 185 Diözesen, Erzdiözesen und Eparchien durchgeführt, deren Bischöfe Mitglieder der USCCB sind.
"Unschätzbare Rolle"
Die Mehrheit der Ständigen Diakone ist verheiratet; vier Prozent sind verwitwet, zwei Prozent waren nie verheiratet. Etwa drei Viertel sind weiß, rund 20 Prozent Hispano- oder Latinoamerikaner, zwei Prozent Afroamerikaner.
Der Vorsitzende des USCCB-Ausschusses für Klerus, geweihtes Leben und Berufungen, Bischof Earl A. Boyea, betonte unterdessen die "unschätzbare Rolle" der Diakone: "Durch ihr Zeugnis in der Pfarrei, in ihren Familien, am Arbeitsplatz und im Dienst an den Armen zeigt das Leben eines Diakons das dienende Herz Christi in ihren treuen und oft verborgenen Taten der Nächstenliebe." (mtr)