Zehntausende demonstrieren gegen "Homo-Ehe" in Mexiko
Über zehntausend Menschen haben am Samstag in Mexiko gegen die geplante Erlaubnis der Heirat homosexueller Paare demonstriert. Wie das Internetportal Cruxnow berichtet, stellen sich die Demonstranten damit gegen Präsident Enrique Pena Nieto. Es soll der größte Protestmarsch der letzten Jahre in Mexiko gewesen sein. Geistliche sprachen von einem "Zwang Homosexuelle zu verheiraten". Demonstranten hätten außerdem Schilder mit der Aufschrift: "Ein adoptiertes Kind braucht Mutter und Vater!" hochgehalten.
Vorschlag zur "Homo-Ehe" kam vom Präsidenten
Die Gegendemonstranten, einige hundert Befürworter gleichgeschlechtlicher Ehen, sähen sich zwar in der Unterzahl. Dennoch könne man ihnen nicht einfach das Recht zu heiraten absprechen, so ein Homosexuellen-Aktivist.
Der Vorschlag, die Ehe gleichgeschlechtlicher Partner landesweit zu erlauben, kam im Mai von Präsident Pena Nieto. In Mexiko, einem Land mit über 80 Prozent Katholiken, ist das bisher nur in Mexiko Stadt und wenigen anderen Gegenden erlaubt. Als Nietos Partei im Juni bei Vorwahlen viele Stimmen verlor, wurde dieses Thema zurückgestellt. (jch)
Mexikos Präsident Enrique Pena Nieto setzt sich für eine landesweite Einführung der "Homo-Ehe" ein. Die katholische Kirche in Mexiko sieht das kritisch - und fordert einen konstruktiven Dialog.